Passionskonzert – Homiliuskantate

Sonntag, 2. April 2017, 17:00
Gottfried August Homilius: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“

Braunschweiger Erstaufführung

Die Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ gehört zu den am häufigsten aufgeführten ihrer Zeit. Das ist sicher dem Umstand zuzuschreiben, dass diese Komposition 1775 bei Breitkopf in Leipzig gedruckt wurde. „Eine seltene Ehre, die im 18. Jahrhundert zuvor nur einer Passion, nämlich dem Tod Jesu von Carl Heinrich Graun, zuteil geworden war.“ (Uwe Wolf)

Solisten:
Lisa Schmalz, Hamburg (Sopran)
Geneviève Tschumi, Schweiz (Alt)
Vernon Kirk, London/Berlin (Tenor)
Tim Maas, Niederlande (Bass)

Kantorei und Kammerorchester an St. Katharinen

Leitung: Claus-Eduard Hecker

Karten 8€ bis 20€ bei Musikalien-Bartels, Braunschweig oder online über Proticket.

Der 1714 in Rosenthal (Sachsen) geborene Gottfried August Homilius zählte zum Schülerkreis Johann S. Bachs und wirkte bei dessen Aufführungen vertretungsweise in der Leipziger Nicolai-Kirche bei Kantatenaufführungen mit. 1755 wurde er Kantor an der Dresdner Kreuzkirche und Musikdirektor der Dresdner Hauptkirchen. Sein umfangreiches Oeuvre umfasst u. a. 180 Kantaten und 11 Oratorien. 1790 schreibt Ernst Ludwig Gerber: „Er war ohne Widerrede unser größter Kirchenkomponist.“

 


Plakat: Albrecht-Design

„Vaterunserglocke“ zurück

Am Montag, den 31.1. ist nach einer Reparatur die 1498 gegossene „Vaterunserglocke“ zurückgekehrt. Der Transport durch die Turmtreppe und der Aufzug ins Glockengerüst wurde in 2-tägiger Schwerarbeit durch die beteiligten Monteure durchgeführt. Nun lässt die Glockje wieder ihren hellen Ton erklingenund ruftmittags ums 12 Uhr und abends um 18 Uhr zu Besinnung und Gebet. weiterlesen

Brief an die Theologenzunft …

… zum bevorstehenden Reformationsjubiläum

Wo bleiben Sie, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Systematischen Theologie? Werden Sie das Reformationsjubiläum mit Schweigen übergehen? Verzeihung, wenn ich so ohne Umweg und auch ganz ohne Blumenstrauß in der Hand mit der Tür ins Haus falle. Aber die Zeit drängt. weiterlesen

Jahreswechsel 2016 / 2017

Bild: Dr. Jan Linxweiler

Zum Jahreswechsel 2016 / 2017 fanden in St. Katharinen zwei musikalisch-thematische Ereignisse statt.

Am Altjahsabend spielte Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker neben der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel  (1685-1759) auch eine Orgelbearbeitung des großen Halleluja aus dem Oratorium „Der Messias“ des berühmten Komponisten. Die kurze Ansprache von weiterlesen

Der Protestantismus und (seine) Staatsmänner

In der theologischen Fachdiskussion heißen sie Riskante Liturgien: christliche Trauerfeiern in Kirchen für gestorbene Persönllichkeiten in höchsten Staatsämtern. (Leseprobe aus einem Aufsatzband zu diesem Thema). Riskant sind solche Feiern aus verschiedenen Gründen. „Viele Feiern verbinden einen Gottesdienst mit einem Staatsakt (oder umgekehrt), sie sind kooperativ »auszuhandeln«. Da diese ergebnisoffenen Aushandlungsprozesse nur bedingt religiösen Logiken folgen, sind sie auch in diesem Sinne riskante Liturgien. Nicht selten stellen sie liturgische Co-Inszenierungen dar, in denen sich unterschiedliche Logiken verschränken und konflikthaft aneinander stoßen. Was ist politisch gesagt, was ist kirchlich gemeint […].“ (Kristian Fechtner und Thomas Klie)
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