Kalender

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Sep.
21
Mo.
2026
Werkeinführeung in „Israel in Egypt“
Sep. 21 um 19:30 – 22:30

Die Kantorei öffnet ihre reguläre Probe und lädt mit der Kirchengemeinde St. Katharinen zu einer musikalisch gestalteten Werkeinführung in Georg Friedrich Händels „Israel in Egypt“ ein. Musikwissenschaftlerin Dr. Annette Landgraf wird anhand ausgewählter Beispiele in das monumentale Oratorium einführen, einzelne Teile werden zum Klingen gebracht. Ein Imbiss wird gereicht, Interessierte sind willkommen.

Dr. Annette Landgraf hat folgende Ankündigung zur Verfügung gesellt:

Israel in Egypt – Werkeinführung mit ausgewählten Beispielen im Fokus Mit Israel in Egypt schuf Georg Friedrich Händel im Jahr 1738 eines seiner außergewöhnlichsten Werke. Entstanden in einer Phase großer Experimentierfreude, beschritt der Komponist neue Wege und entwickelte eine Oratorienkonzeption, die sich bewusst von der damals vorherrschenden italienischen Oper abhob. Das dreiteilige geistliche Werk basiert auf biblischen Texten und besteht aus drei Anthems. Händel orientierte sich dabei an Formen der englischen Kirchenmusik sowie an der deutschen Passion. Im Mittelpunkt steht der Chor: Nur selten von Solisten unterbrochen, erzählt er mit eindrucksvoller Klangfülle die Geschichte des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten. Speziell im Exodus fällt Händels Tonmalerei auf. Der Text provozierte diese Art der Vertonung geradezu. In diesem Oratorium gibt es auch auffallend viele Entlehnungen aus Werken anderer Komponisten wie Pachelbel, Erba und Stradella, auch Choräle wurden verarbeitet. Anhand ausgewählter Beispiele werden in dieser Einführung Händels Kompositionstechnik, musikalische Besonderheiten und die enge Verbindung von Text und Musik erläutert. Hörbeispiele aus Aufnahmen sowie Live-Beispiele mit Chor und Klavier machen das Werk anschaulich erlebbar.

Sep.
23
Mi.
2026
Mittwochnachmittag
Sep. 23 um 15:00 – 17:15

Vor fünfzig Jahren erschien „Das Evangelium der Bauern von Solentiname“ in deutscher Übersetzung. Mit seinen Bibelgespräche im Gottesdienst der Basisgemeinde in Solentiname (Nicaragua) hat der Dichter und Priester Ernesto Cardenal die Bäuer:innen und Fischer:innen des Archipels Solentiname im Großen Nicaragua-See empowert, ihre Armut, ihr Leiden an Ungerechtigkeit, aber auch ihre Hoffnungen in den Geschichten des Neuen Testaments zu entdecken. Diese Gespräche haben in ihrer Bearbeitung durch Cardenal viele Christ:innen in Europa begeistert, ihnen die biblischen Texte neu erschlossen und sie zu Solidarität und Engagement befähigt.

In das spannende Leben und vielfältige Werk des Dichters, Priesters und Revolutionärs Ernesto Cardenal eingeführt werden. Viele seiner Gedanken sind uns heute in veränderter Weltlage wohl fremd oder anstößig, manches aber auch wieder neu aufregend – etwa wenn wir danach fragen, wie wir heute miteinander über biblische Texte reden können.

Unser Gast, Oberkirchenrat Dr. Karl Friedrich Ulrichs, hat als Jugendlicher und Student die Texte von Ernesto Cardenal mit Begeisterung gelesen; er ist heute Referent für Gottesdienst und Kirchenmusik bei der EKD und beschäftigt sich neu mit Ernesto Cardenal, insbesondere mit dessen Bibelgesprächen in der Basisgemeinde „Nuestra Señora de Solentiname“ auf Mancarrón und zum daraus entstandenen „Evangelium der Bauern von Solentiname“. Er ist evangelischer Pfarrer – zuletzt in der Hugenottengemeinde am Berliner Gendarmenmarkt – und war am Predigerseminar Wittenberg tätig.

Okt.
10
Sa.
2026
Himmlische Chorklänge
Okt. 10 um 17:00 – 18:00
Nov.
1
So.
2026
Konzert „Israel in Ägypten“
Nov. 1 um 17:00 – 18:00

Israel in Ägypten
Oratorium von Georg Friedrich Händel
Kantorei St. Katharinen, Solisten und Orchester unter der Leitung von Christine Strubel

nähere Informationen folgen

Kartenverkauf über tiketino, Musikalien-Bartels, Braunschweig, Abendkasse