„Schafft Recht dem Armen …“

6. September 2026: Bibelsonntag mit Landesbischöfin Dr. Bammel

Die Braunschweiger Bibelgesellschaft e.V. lädt zu einem musikalischen Festgottesdienst mit Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel ein, Beginn um 10.30 Uhr in der Katharinenkirche am Braunschweiger Hagenmarkt.

Unter dem Titel „Schafft Recht dem Armen und der Waise, helft dem Elenden und Bedürftigen.“ werden die Landesbischöfin sowie Mitglieder der Kantorei St. Katharinen unter der Leitung von Christine Strubel und der Posaunenchor der Gemeinde unter der Leitung von Felix Rohlfs zusammen mit Propsteikantor Hanno Schiefner (Orgel) und Pfarrer Werner Busch (Liturgie) den „Bibelsonntag“ der Bibelgesellschaft gestalten. Dr. Bammel wird über die „politische Kraft der Bibel“ sprechen. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Bibelgesellschaft zu einem Empfang hinter der Orgel mit Häppchen und Getränken ein. Interessierte sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Landesbischöfin Dr. Bammel zum Thema Ihrer Predigt:

Psalm 82 ist einer der unbekannteren Texte der Bibel. Dabei formuliert er einen Auftrag, der bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat: „Schafft Recht dem Armen und der Waisen und helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht.“ Dabei geht es um mehr als um die Linderung von Not. Vielmehr kommt es darauf an, gewaltvolle Systeme sichtbar zu machen und Unrecht zu entlarven. Angesichts der zahllosen sozialen Spannungen gehört es zum Auftrag einer diakonischen Kirche, sich nicht nur neben, sondern auch vor Schutzsuchende zu stellen. Das ist auch der Geist des Evangeliums. Darin liegt politische Kraft.

Mit Dietrich Bonhoeffer nach Gott fragen.

Den Glauben lernt man am besten kennen, wenn man anderen dabei zuschaut, wie sie in ihrem Glauben Fragen stellen. Dietrich Bonhoeffer hat einige Fragen gestellt, sie waren Teil seines Glaubens, seiner Theologie. „Wer bin ich?“ „Sind wir noch brauchbar?“ u.a. Keine Vorträge mehr wie im Juni 2026 („120 Jahre Dietrich Bonhoeffer“). Jetzt ist Gespräch dran.

Ein Glaubenskurs.

Die Teilnahme erfordert KEINE besonderen Vorkenntnisse. Interesse genügt.

Methoden:

Nach einer Phase des Ankommens erhalten Sie einen Input zum Thema des Abends. Wir lassen uns von Bonhoeffer anregen, verharren aber nicht bei ihm, sondern gehen in unsere Gegenwart. Je nach Gruppengröße wird es nach dem Input Kleingruppen geben, in denen wir uns über das Thema des Abends austauschen. Diese Gesprächsphase soll die Gelegenheit geben, über eigene Gedanken und Erfahrungen miteinander ins Gespräch zu kommen. Es geht dabei nicht um die allgemeine Richtigkeit von Antworten, sondern um unsere Fragen, die uns auf unserer Suche nach Sinn, Orientierung und Halt als Kompass dienen. Im Austausch entdecken wir mehr, als wenn wir mit unseren Gedanken allein bleiben. Wir lassen den Abend in lockerer Runde bei Getränk und Knabberzeug ausklingen.

Termine und Themen:

9.9.„Wer bin ich?“
16.9.„Wer ist Jesus Christus für uns heute?“
23.9.„Wer hält stand?“ (anstelle: Sind wir noch brauchbar?)
30.9.„Gemeinsames Leben“ („Spiritualität“)
7.10.„Nachfolge“

Beginn jeweils um 19 Uhr, Dauer ca. 100 Minuten

Ort

Gemeindehaus von St. Katharinen in Braunschweig (Hagenmarkt)
An der Katharinenkirche 4
38100 Braunschweig
0531 44 66 9
gemeindepflegestiftung@nullkatharinenbraunschweig.de

Gemeindeseminar: Paulus

Vom „Eiferer für Gott“ zum „Botschafter für die Völker“

Unter diesem Titel versuche ich, mein Arbeiten über Paulus in einem kurzen Buch zusammenzufassen. Es soll für eine interessierte nichttheologische Leserschaft verstehbar sein. Dafür brauche ich die Hilfe solcher Menschen. Deshalb dieses Gemeinde-Seminar.

Fragen werden u.a. sein: Wer war Paulus vor der Wende in seinem Leben? In welcher besonderen Tradition stand er als „Eiferer“? Was ist erkennbar, wie seine „Wende“ erfolgte? Warum versteht er sich danach als „Botschafter für die Völker“? In welche Auseinandersetzungen gerät er und wie agiert er in ihnen?

Das historisch genauere Fragen wird auch zu einer Revision der antijüdischen Paulusdeutung Luthers führen.

Klaus Wengst

Termine und Themen
An jedem Abend werden ein kleiner Imbiss und Getränke gereicht. Der Eintritt ist frei. 
Die Textgrundlage für jeden Termin wird rechtzeitig per E-Mail zugeschickt

31. August 17 – 19 Uhr

Vorklärungen
Warum man Martin Luthers Paulus-Auslegung nicht folgen darf
„Vom Saulus zum Paulus werden“ – eine Redeweise, die fehlleitet
Hier die Textgrundlage:

Mo., 14. September 17 – 19 Uhr

„Eiferer um Gott“: Paulus vor seiner Berufung

Mo., 21. September 17 – 19 Uhr

„… durch Seine Gnade berufen“: Die Wende im Leben des Paulus

Mo., 28. September 17 – 19 Uhr

 “Damit ich auf alle Weise etliche rette”: Botschafter des Messias Jesus für die Völker
Wo und wie zuerst nichtjüdische Menschen von der messianischen Botschaft erreicht wurden.
Warum aus den Völkern Hinzukommende als gleichberechtigt anerkannt wurden.

Mo., 12. Oktober 17 – 19 Uhr

“Jede und jeder soll zur eigenen Einsicht stehen.”
Auseinandersetzungen um Beschneidung und Speisevorschriften

Fr., 30. Oktober 18 – 19.30 Uhr

“Sie sind ja doch Israeliten …“.“
Was Paulus über seine nicht an Jesus als Messias glaubenden Landsleute sagt.
Dieser Abschlussabend am Vorabend des Reformationstages wird mit Musik und Empfang einen anderen Ablauf haben


In seinen zahlreichen Forschungen hat Prof. Dr. Klaus Wengst sich seiner Lebensaufgabe gewidmet, judenfeindliche Interpretationen der Bibel zu überwinden. An die Stelle einer verzerrenden, antisemitismusfördernden Auslegung hat er etwas Besseres, Angemesseneres gesetzt und damit auch dem christlich-jüdischen Dialog seit Jahrzehnten wichtige Impulse gegeben. Denn die meisten Schriften des Neuen Testaments sind jüdischen Ursprungs. Sie entfalten den Glauben an den Messias Jesus – auch für Menschen aus der Völkerwelt („Heiden”) – im jüdischen Horizont und aus jüdischen Wurzeln. Um diese immer noch ungewohnte, aber sachgerechte Betrachtungsweise „unters Volk zu bringen”, nimmt sich Klaus Wengst eines seiner wichtigsten Fachbücher noch einmal vor: „Freut euch, ihr Völker, mit Gottes Volk!“ Er plant eine allgemeinverständliche Neufassung des auf die Person des Paulus bezogenen Teils. Dafür bittet er in einem Gemeinde-Seminar um Unterstützung von Interessierten, wie vor gut einem Jahr bei der Veröffentlichung seines jüngsten Buches „Gott im Wort”.

Wir freuen uns auf unverbindliche Anmeldungen und – falls vorhanden – die Mitteilung Ihrer E-Mail-Adresse!

Mittwochnachmittag – Es geht wieder los!

Nach der regulären Sommerpause geht es mit „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ wieder weiter.

Wir laden Sie herzlich zu den nächsten Terminen ein, die wie immer um 15 Uhr im Großen Saal beginnen. Musik, Andacht, Moderaion, Kaffee und Kuchen und natürlich: Vorträge! Es erwartet Sie wie immer unser volles Programm.

19. August 2026

Martha Fuchs – Braunschweigs Oberbürgermeisterin in den Jahren 1959-1964
Vortrag von Regina Blume

26. August 2026

„Israel in Äypten“ von Georg Friedrich Händel – Einblicke in die Auffährungsgeschichte aus 2 Jahrhunderten
Vortrag von Dr. Annette Landgraf
(Große Teile des Oratoriums werden am 1.11.2026 um 17 Uhr von unserer Kantorei unter der Leitung von Christine Strubel aufgeführt.)

Freitag, 28. August 2026

Geführter Spaziergang auf dem „Friedenspfad“ des Braunschweiger Friedhofs
Uhrzeit und Treffpunkt werden noch bekannt gegeben.
Geplant ist eine Einkehr zu Kaffee und Kuchen im „Café Kränzchen“
Eine Anmeldung wird erbeten bei: 0531 44 66 9

2. September 2026

„Brot für die Welt“ – Ein Nachmittag über das Evangelische Hilfswerk
Vortrag und Präsentation von Jakob Meyer


Nicht aufhören zu denken.

Kultur genießen.

Den Glauben lebendig halten.

Miteinander reden und singen.

Unterwegs sein.

„Josef und seine Brüder“

Sonntag, 16.August 2026 um 10.30 Uhr – Beginn einer Gottesdienstreihe

Am Sonntag beginnen wir eine mehrteilige Gottesdienstreihe über die biblische Geschichte „Josef und seine Brüder“. Der Gottesdienst wird mitgestaltet von der Katharinen-Kantorei unter der Leitung von Christine Strubel, die Predigt hält Pfarrer Werner Busch.

Weitere Termine, jeweils um 10.30 Uhr:
23.8.
30.8. „pianon plus“ (popularmusikalische Musik mit Jeanette und Daniel Wilke)
13.9.
27.9. mit Oberkirchenrat i.R. Cornelius Hahn

Damit wird das mehrmonatige „Projekt Exodus“ eröffnet, das am 1. November in einem Oratorien-Konzert u.a. mit Georg Friedrich Händels „Israel in Egypt“ gipfeln wird. „Wir folgen einer großen biblischen Erzählung, die mit ihren wendungsreichen Dramen und immer nur vorläufigen Happy Ends tiefe Spuren in Philosophie, Kunst- und Literaturgeschichte hinterlassen hat und viele Anstöße zu Nachdenken über das Leben in unruhigen Zeiten bietet“, erläutert Katharinenpfarrer Werner Busch das Gesamt-Vorhaben, an dem verschiedene Kooperations- und Förderpartner mitwirken werden.

Im Anschluss an die Gottesdienste wird zum lockeren „Kirchenkaffee“ eingeladen, der Eintritt ist frei.

Darstellung der Träume Josefs im Fenster-Zyklus von Gottfried von Stockhausen (St. Katharinen in Braunschweig)