120 Jahre Dietrich Bonhoeffer

Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 27. Mai 2026 um 17.15 Uhr

Für etwa einen Monat wird unser „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ in einen Ausnahmezustand versetzt. Anlässlich des 120. Geburtsjahres des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer wenden wir uns zusammen mit unserem Kooperationspartner esg Braunschweig an einen breiten Kreis von Interssierten.

Seit 8 Jahrzehnten inspirieren Leben und Werk Dietrich Bonhoeffers. Vielen ist er zum Vordenker und Vorbild geworden. Aktuell und generationenübergreifend wie seine Wirkung wird auch diese Veranstaltungsreihe.

Am 27. Mai 2026 ab 17.15 Uhr geht es in der gut 2-stündigen Veranstaltung mit Musik und Imbiss, Vortrag und Austausch und einer abschließenden Andacht um Bonhoeffers Aufenthalt(e) in New York. Referent Hellmut Schlingensiepen (Fotograph, Filmemacher und Autor, Jahrgang 1965) wird auf dem Hintergrund von Bonhoeffers biographischer Station über „Black Lives Matter“ sprechen.

Foto: Hellmut Schlingensiepen (c) privat

Diese Reihe wird von der Gemeindepflege-Stiftung St. Katharinen mit verschiedenen Kopperationspartnern durchgeführt.

Sie bietet Ihnen die Möglichkeit, den Theologen, Widerstandskämpfer und Märtyrer Bonhoeffer mithilfe neuerer Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln neu kennenzulernen. In seinen pointierten Texten begegnet uns ein engagiertes Denken mit geistlicher Tiefe. Lassen Sie sich von Bonhoeff er herausfordern! Erweitern Sie Ihren spirituellen Horizont. Wir laden Sie zu einer Entdeckungsreise ein. Mit Bonhoeff ers Theologie tauchen Sie in eine besonders dichte und schwierige Zeit des 20. Jahrhunderts ein und in den Fragen unserer Gegenwart wieder auf.

Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Musikalischer Festgottesdienst

Pfingst-Sonntag, 24. Mai 2026 um 10.30 Uhr, mit Abendmahl

Sopran-Solistin Johanna von Bibra singt Werke von Georg Friedrich, Händel, Johann Sebastian Bach und Anton Dvořák, begleitet von Propsteikantor Hanno Schiefner an der Orgel. Die Predigt hält Pfarrer Werner Busch. Beim Abendmahl werden Einzelkelche mit Wein oder Traubensaft gereicht.

Foto: (c) Martin Briegel

Nach einer ersten Gesangsausbildung, einer Tanz- und Schauspielgrundausbildung am Gospel Art Kolleg München schloss Johanna von Bibra ein Masterstudium und Meisterkurse im Hauptfach Gesang an und tritt mit verschiedenen Vokalensemblen und vielfach solistisch auf. In dem Abendmahlsgottesdienst singt sie Werke von Georg Friedrich, Händel, Johann Sebastian Bach und Anton Dvořák, die Predigt hält Katharinenpfarrer Werner Busch. Der Eintritt ist frei.

The Queen’s Six

A-capella-Konzert am Samstag, 30 Mai 2026 um 17 Uhr in St. Katharinen

The Queen’s Six aus Windsor Castle singen im Auftrag Seiner Majestät täglich in der St. Georges Chapel und werden weltweit vom Publikum und der Fachpresse gleichermaßen mit frenetischem Applaus gefeiert. „On Her Majesty’s Secret Service“ führt musikalisch in die Welt der Geheimhaltung und des Verrats durch die Jahrhunderte. Mit Stücken aus ihrem kommenden Album und a-cappella-Musik von Spionen aus den königlichen Höfen Englands der Renaissance, bis hin zu brandneuen Arrangements von James-Bond-Songs ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Es erklingen Werke von Byrd, Tallis bis Bob Chilcott & Billie Eilish („no time to die“).

Gegründet wurde das Profi-Ensemble 2008 aus Anlass des 450. Krönungsjubiläums von Queen Elizabeth I. Sie musizieren regelmäßig für die Royal Family – sowohl bei privaten als auch staatlichen Empfängen. Erst zum Begräbnis von Prinz Philipp im April 2021 und zur Beisetzung von Queen Elisabeth II. im September 2022 waren Sie als Teil des St. Georges Chaple Choirs vor über 4 Mrd. Menschen im Fernsehen zu erleben.

Veranstalter
Hacker Musik Management
Eifelweg 6
01159 Dresden
017664945544
info@nullhmm-dresden.de

Tickets: Reservix.de, Tourist-Infos, Konzertkassen

Christoph Blumhardt (1842-1919)

Mittwochnachmittag, 29.4.2026 im Großen Saal, 15 – 17 Uhr

Der Prediger, Pazifist und Politiker Christoph Blumhardt (1842 bis 1919) aus Württemberg steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Dr. Jörg Hübner. Als Theologe leitete Blumhardt das Kurhaus Bad Boll, ein Seelsorge-Zentrum mit europaweiter Ausstrahlung. Bad Boll war damals das „Lourdes“ im 19. Jahrhundert. 1899 wurde er Mitglied der Sozialdemokraten und erregte damit große Aufmerksamkeit in ganz Deutschland. Das Für und Wider seines politischen Engagements wurde heftig diskutiert, verstärkt dadurch, dass er als Theologe in den Landtag gewählt wurde. Als Sozialdemokrat musste er auf Weisung des Konsistoriums seinen Titel „Pfarrer“ abgeben. Im ersten Weltkrieg erklärte er entgegen der nationalen Begeisterung den Krieg als Sünde und eckte damit erneut an. Prof. Dr. Jörg Hübner stellt diese interessante Persönlichkeit auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert dar und würdigt seine Theologie der Hoffnung.

Kaffee und Kuchen werden gereicht. Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Beide Fotos: (c) Prof. Dr. Jörg Hübner

„Hier stand die Synagoge“

Gedenktafeln zur Erinnerung an zerstörte Synagogen im Wandel der Zeit

Dienstag, 21. April 2026 um 16 Uhr im Großen Saal von St. Katharinen
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die ersten Synagogen-Gedenkstätten wurden kurz nach Kriegsende errichtet, doch an nicht wenigen Orten in Deutschland begann das Gedenken an die zerstörten Synagogen erst zum 50. Jahrestag der Novemberpogrome. Die Gedenkorte waren und sind seit ihrer Einrichtung einer stetigen Entwicklung unterworfen – Texte haben sich in 80 Jahren verändert, neue „Erinnerungsebenen“ werden hinzugefügt und zuletzt wurden diese Orte auch zum Gedenken an die Opfer des 7. Oktober 2023 genutzt.

Abbildung: Mahnmal Langen/Hessen von 1946, Foto: K. Keßler, 2025

Dr.-Ing. Katrin Keßler berichtet aus einem aktuellen Forschungsprojekt, das derzeit von Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der TU Braunschweig gemeinsam mit dem Center for Jewish Art an der Hebräischen Universität Jerusalem durchgeführt wird.