Dienstag, 6. Oktober 2026 um 19 Uhr in der Katharinenkirche
Zu einem Konzert in ungewöhnlicher Besetzung mit Orgel und Schlagzeug lädt am 6. Oktober 2026 der Freundeskreis zur Förderung der Kirchenmusik an St. Katharinen um 19 Uhr in die Kirche am Braunschweiger Hagenmarkt ein. Der Organist der Dresdener Frauenkirche Matthias Grünert und die international gefeierte Münchner Percussionistin Babette Haag entführen als Duo „Pipes & Beats“ ihr Publikum auf eine musikalische Klangreise unter dem Konzerttitel „Orgelpower trifft Schlagwerk“. Das Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach barocker Fugenmeisterschaft über Werke der Spätromantik von Richard Strauss bis zu Werken moderner Komponisten. Im Anschluss an das Konzert klingt der Abend bei Wein und Wasser hinter der Orgel gesellig aus. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
Vor fünfzig Jahren erschien „Das Evangelium der Bauern von Solentiname“ in deutscher Übersetzung. Mit seinen Bibelgespräche im Gottesdienst der Basisgemeinde in Solentiname (Nicaragua) hat der Dichter und Priester Ernesto Cardenal die Bäuer:innen und Fischer:innen des Archipels Solentiname im Großen Nicaragua-See empowert, ihre Armut, ihr Leiden an Ungerechtigkeit, aber auch ihre Hoffnungen in den Geschichten des Neuen Testaments zu entdecken. Diese Gespräche haben in ihrer Bearbeitung durch Cardenal viele Christ:innen in Europa begeistert, ihnen die biblischen Texte neu erschlossen und sie zu Solidarität und Engagement befähigt.
Der Vortrag wird in das spannende Leben und vielfältige Werk des Dichters, Priesters und Revolutionärs Ernesto Cardenal einführen. Viele seiner Gedanken sind uns heute in veränderter Weltlage wohl fremd oder anstößig, manches aber auch wieder neu aufregend – etwa wenn wir danach fragen, wie wir heute miteinander über biblische Texte reden können.
Unser Gast, Oberkirchenrat Dr. Karl Friedrich Ulrichs, hat als Jugendlicher und Student die Texte von Ernesto Cardenal mit Begeisterung gelesen; er ist heute Referent für Gottesdienst und Kirchenmusik bei der EKD und beschäftigt sich neu mit Ernesto Cardenal, insbesondere mit dessen Bibelgesprächen in der Basisgemeinde „Nuestra Señora de Solentiname“ auf Mancarrón und zum daraus entstandenen „Evangelium der Bauern von Solentiname“. Er ist evangelischer Pfarrer – zuletzt in der Hugenottengemeinde am Berliner Gendarmenmarkt – und war am Predigerseminar Wittenberg tätig.
In der kirchlich und musikalisch gerahmten Veranstaltung werden Kaffee und Kuchen gereicht, der Eintritt ist frei.
In einer offenen Probe der Kantorei St. Katharinen wird am Montag, 21. September 2026, ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus am Braunschweiger Hagenmarkt eine Werkseinführung zum Oratorium „Israel in Ägypten“ von Georg Friedrich Händel zu erleben sein. Die Hallenser Musikwissenschaftlerin der Universität Halle-Wittenberg Dr. Annette Landgraf, zugleich Wissenschaftliche Sekretärin der Händel-Gesellschaft, wird anhand von Hörbeispielen und in Zusammenarbeit mit der Katharinen-Kantorei in das Werk einführen. Während der viktorianischen Epoche Großbritanniens als früh industrialisierter Kolonialmacht wurden Händels Oratorien als monumentale Massenevents aufgeführt, bei denen „Israel in Ägypten“ zeitweise als das bedeutendste und beliebteste Oratorium galt, noch vor dem „Messias“ desselben Komponisten. Inzwischen ist das Werk selten zu hören, demnächst am 1.11.2026 um 17 Uhr in der Katharinenkirche (Vorverkauf bei www.ticketino.de).
Vom „Eiferer für Gott“ zum „Botschafter für die Völker“
Unter diesem Titel versuche ich, mein Arbeiten über Paulus in einem kurzen Buch zusammenzufassen. Es soll für eine interessierte nichttheologische Leserschaft verstehbar sein. Dafür brauche ich die Hilfe solcher Menschen. Deshalb dieses Gemeinde-Seminar.
Fragen werden u.a. sein: Wer war Paulus vor der Wende in seinem Leben? In welcher besonderen Tradition stand er als „Eiferer“? Was ist erkennbar, wie seine „Wende“ erfolgte? Warum versteht er sich danach als „Botschafter für die Völker“? In welche Auseinandersetzungen gerät er und wie agiert er in ihnen?
Das historisch genauere Fragen wird auch zu einer Revision der antijüdischen Paulusdeutung Luthers führen.
Klaus Wengst
Termine und Themen An jedem Abend werden ein kleiner Imbiss und Getränke gereicht. Der Eintritt ist frei. Die Textgrundlage für jeden Termin wird rechtzeitig per E-Mail zugeschickt
Vorklärungen Warum man Martin Luthers Paulus-Auslegung nicht folgen darf „Vom Saulus zum Paulus werden“ – eine Redeweise, die fehlleitet Hier die Textgrundlage:
„… durch Seine Gnade berufen“: Die Wende im Leben des Paulus
Mo., 28. September 17 – 19 Uhr
“Damit ich auf alle Weise etliche rette”: Botschafter des Messias Jesus für die Völker Wo und wie zuerst nichtjüdische Menschen von der messianischen Botschaft erreicht wurden. Warum aus den Völkern Hinzukommende als gleichberechtigt anerkannt wurden.
Mo., 12. Oktober 17 – 19 Uhr
“Jede und jeder soll zur eigenen Einsicht stehen.” Auseinandersetzungen um Beschneidung und Speisevorschriften
Fr., 30. Oktober 18 – 19.30 Uhr
“Sie sind ja doch Israeliten …“.“ Was Paulus über seine nicht an Jesus als Messias glaubenden Landsleute sagt. Dieser Abschlussabend am Vorabend des Reformationstages wird mit Musik und Empfang einen anderen Ablauf haben
In seinen zahlreichen Forschungen hat Prof. Dr. Klaus Wengst sich seiner Lebensaufgabe gewidmet, judenfeindliche Interpretationen der Bibel zu überwinden. An die Stelle einer verzerrenden, antisemitismusfördernden Auslegung hat er etwas Besseres, Angemesseneres gesetzt und damit auch dem christlich-jüdischen Dialog seit Jahrzehnten wichtige Impulse gegeben. Denn die meisten Schriften des Neuen Testaments sind jüdischen Ursprungs. Sie entfalten den Glauben an den Messias Jesus – auch für Menschen aus der Völkerwelt („Heiden”) – im jüdischen Horizont und aus jüdischen Wurzeln. Um diese immer noch ungewohnte, aber sachgerechte Betrachtungsweise „unters Volk zu bringen”, nimmt sich Klaus Wengst eines seiner wichtigsten Fachbücher noch einmal vor: „Freut euch, ihr Völker, mit Gottes Volk!“ Er plant eine allgemeinverständliche Neufassung des auf die Person des Paulus bezogenen Teils. Dafür bittet er in einem Gemeinde-Seminar um Unterstützung von Interessierten, wie vor gut einem Jahr bei der Veröffentlichung seines jüngsten Buches „Gott im Wort”.
Wir freuen uns auf unverbindliche Anmeldungen und – falls vorhanden – die Mitteilung Ihrer E-Mail-Adresse!
Sonntag, 16.August 2026 um 10.30 Uhr – Beginn einer Gottesdienstreihe
Am Sonntag beginnen wir eine mehrteilige Gottesdienstreihe über die biblische Geschichte „Josef und seine Brüder“. Der Gottesdienst wird mitgestaltet von der Katharinen-Kantorei unter der Leitung von Christine Strubel, die Predigt hält Pfarrer Werner Busch.
Weitere Termine, jeweils um 10.30 Uhr: 23.8. 30.8. „pianon plus“ (popularmusikalische Musik mit Jeanette und Daniel Wilke) 13.9. 27.9. mit Oberkirchenrat i.R. Cornelius Hahn
Damit wird das mehrmonatige „Projekt Exodus“ eröffnet, das am 1. November in einem Oratorien-Konzert u.a. mit Georg Friedrich Händels „Israel in Egypt“ gipfeln wird. „Wir folgen einer großen biblischen Erzählung, die mit ihren wendungsreichen Dramen und immer nur vorläufigen Happy Ends tiefe Spuren in Philosophie, Kunst- und Literaturgeschichte hinterlassen hat und viele Anstöße zu Nachdenken über das Leben in unruhigen Zeiten bietet“, erläutert Katharinenpfarrer Werner Busch das Gesamt-Vorhaben, an dem verschiedene Kooperations- und Förderpartner mitwirken werden.
Im Anschluss an die Gottesdienste wird zum lockeren „Kirchenkaffee“ eingeladen, der Eintritt ist frei.
Darstellung der Träume Josefs im Fenster-Zyklus von Gottfried von Stockhausen (St. Katharinen in Braunschweig)
Gottesdienst zum Abschluss der Predigtreihe „Josef und seine Brüder“ mit Oberkirchenrat i.R. Cornelius Hahn. Die musikalische Gestaltung liegt bei Claus-Eduard Hecker (Orgel) und Ulrike Hecker (Flöte).
Sie haben Kenntnisse im Posaunen- oder Trompetenspiel und haben Interesse, bei uns einzusteigen? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Gemeindebüro St. Katharinen, 0531 44 66 9, katharinen.bs.buero@lk-bs.de
Sie haben Kenntnisse im Posaunen- oder Trompetenspiel und haben Interesse, bei uns einzusteigen? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Gemeindebüro St. Katharinen, 0531 44 66 9, katharinen.bs.buero@lk-bs.de