Ein Leben in Opposition: Martin Niemöller

Mittwoch, 8. November 2023 von 15-17 Uhr im Gemeindesaal

Die laufende Themenreihe „Gedankengänge und Lebenswege“ über Biographien bekannter Persönlichkeiten wird am Mittwoch 8.11. um 15 Uhr mit einem Vortrag über Martin Niemöller (1892-1984) fortgesetzt. In seinem Lebensweg und -Werk spiegelt sich die wechselvolle und widersprüchliche Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Benjamin Ziemann von der University of Sheffield (Groß Britannien) wird in seinem Vortrag im Gemeindesaal am Braunschweiger Hagenmarkt über „Ein Leben in Opposition“ vor allem auf den Zeitraum seit den 30er Jahren schauen. Als Mitbegründer des Pfarrernotbundes und führendes Mietglied der Bekennenden Kirche stand Niemöller im Zentrum der kirchenpolitischen Konflikte während des „Dritten Reiches“. In der heutigen Erinnerung ist er mehr für sein Engagement in der Ökumene und als Leitfigur der Massenmobilisierung gegen Wiederbewaffnung und Atomrüstung nach 1945 bekannt. Der Vortrag geht der Frage nach, ob und inwiefern Niemöller sich in dieser wechselvollen Zeit selbst treu geblieben ist bzw. welcher Wandel und welche Widersprüche an ihm zu erkennen sind. In der musikalisch gerahmten Veranstaltung werden Kaffee und Kuchen gereicht. Der Eintritt ist frei.

Politik und Theologie im Jahr 1933

1. November ab 15 Uhr: Mittwochnachmittag an St. Katharinen

Am Beispiel zweier Bonner Professoren wird am kommenden Mittwoch, 1.11. ab 15 Uhr im Katharinensaal das spannungsvolle Verhältnis zwischen „Theologie und Politik im Jahr 1933“ dargestellt. Der Referent des Vortrags Prof. Klaus Wengst ist selbst einige Jahre an der Bonner Universität tätig gewesen und schildert in seinem Vortrag, wie die beiden evangelischen Theologen Karl Barth (1886-1968) und Karl Ludwig Schmidt (1891-1956) vor nunmehr 100 Jahren auf die tiefgreifenden Veränderungen reagierten, die mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten eintraten. In ihren Grundanschauungen einig waren beide, für Theologen ihrer Zeit ungewöhnlich, Mitglieder der SPD und widersetzten sie sich auf verschiedene Weise dem bösen Zeitgeist. Worin diese Verschiedenheit der Weggefährten zum Ausdruck kam und welche Folgen das für beide hatte, dem wird Wengst im Einzelnen nachgehen. Die musikalische gerahmte Veranstaltung findet im Gemeindesaal von St. Katharinen am Braunschweiger Hagenmarkt statt, wird von den Gemeinden St. Katharinen und St. Magni verantwortet und von der Evangelischen Erwachsenenbildung gefördert. Kaffee und Kuchen werden gereicht, der Eintritt ist frei.

 Foto „sbs144_1930-1940“: Hauptgebäude der Bonner Universität in den Jahren 1930-1940, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von den Medien- und Informationsdiensten der Universität Bonn.

Wort und Musik zum Reformationstag

Dienstag, 31. Oktober 2023 um 19 Uhr in St. Katharinen

Wir laden Sie herzlich ein!

LKMD i.R. Claus-Eduard Hecker (Orgel), Jörn Lindemann (Tenor) und Werner Busch (Begrüßung und Ansprache) werden Sie in der Katharinenkirche am Braunschweiger Hagenmarkt willkommen heißen.

Es kommen Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Felix Mendelssohn-Bartholdy u.a. zu Gehör. Werner Busch wird über „Ausstieg aus Teufelskreisen“ sprechen und das Problem zunehmender Polarisierung von einer vielleicht ungewohnten, biblischen Seite betrachten.

Im Anschluss sind alle Anwesenden herzlich zum Empfang mit Häppchen, Wein und Saft eingeladen.

Rennaissance Musik am 1. Oktober 2023.

Aura Soave – Die sanften Winde

Am 1. Oktober wird in St. Katharinen (Braunschweiger Hagenmarkt) ab 18 Uhr ein Feuerwerk der Renaissance-Musik vom „Botticelli Ensemble“ aufgeführt. Das Ensemble hat sich historischer Aufführungspraxis verschrieben. Der besondere, sanfte Klang wird durch ungewöhnliche Kombination von Zink, Flöte, Harfe, Viola da Gamba und Bariton erzeugt. Ganz im Einklang mit der überlieferten Renaissance-Tradition werden Stücke unvorbereitet verändert („diminuiert“). Neben bekannten und viel gespielten Werken werden auch unbekannte Stücke zu Gehör gebracht, unter anderem die seit kurzem entdeckten Madrigale von Maddalena Casulana, einer der wenigen weiblichen Komponistinnen der Renaissance. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.