Gedenkstätte Friedenskapelle

Mittwochnachmittag an St. Katharinen, 25. Februar 2026 von 15-17 Uhr

Foto: (c) Gedenkstätte Friedenskapelle (Homepage)

Am 25.2. wird Regina Blume über die Braunschweiger „Gedenkstätte Friedenskapelle“ referieren, Beginn um 15 Uhr im Gemeindesaal St. Katharinen (Braunschweig, Hagenmarkt). Die Vorsitzende des Trägervereins stellt die ehemalige katholische Friedhofskapelle vor, die inzwischen als Gedenkort für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft dient. Es finden Ausstellungen und thematische Veranstaltung statt (u.a. mit Schülergruppen). „Uns ist wichtig, dass Gedenken auch Nachdenken bedeutet, deshalb bieten wir Veranstaltungen zu historischen und zeitgeschichtlichen Themen an, die für die Schrecken des Krieges und die Notwendigkeit von Frieden sensibilisieren.“ Neben einer kleinen Bibliothek befindet sich die sogenannte „Totenklage“ in der Kapelle: drei Bücher, in denen die Namen von knapp 5000 auf den Braunschweiger Friedhöfen Beigesetzten verzeichnet sind, die in der Zeit von 1933 bis 1945 ermordet wurden oder durch Bomben umgebracht wurden. In der kirchlich und musikalisch gerahmten Veranstaltung werden Kaffee und Kuchen gereicht, der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Vortrag über Andreas Baader und Gudrun Ensslin

4. Februar 2026 „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ von 15 – 17 Uhr

„Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ setzt seine Reise durch “Gedankengänge und Lebenswege” am 4.2.2026 mit einem Vortrag fort, den Dr. Alex Aßmann über Andreas Baader und Gudrun Ensslin halten wird, Beginn um 15 Uhr im Gemeindehaus von St. Katharinen (Hagenmarkt, Braunschweig). Als führende Mitglieder der “Roten Armee Fraktion” gehörten sie zu den Drahtziehern der Attentate und Morde im Deutschen Herbst der 1970er Jahre. Dr. Aßmann hat als Erziehungswissenschaftler an der Universität Göttingen mit Schwerpunkt u.a. in Biografik intensiv zur Pfarrerstochter Ensslin als auch zum Mitgbegründer der “RAF” Baader recherchiert und publiziert. Er wird an diesem Nachmittag aus seinem 2025 erschienen Buch “Im Gefängnis frei” vortragen. Der Vortrag wird als Video-Schalte stattfinden. Kaffee und Kuchen werden gereicht, der Eintritt in die kirchlich und musikalisch gerahmte Veranstaltung ist frei und eine Spende wird erbeten.

Die Veranstaltung wird von der EEB Niedersachsen gefördert.

(c) Buchcover vom Verlag Nautilus/Hamburg (c) Foto privat Dr. Alex Aßmann

Mittnachmittag woanders.

Unser Gemeindehaus am Hagenmarkt ist zur Baustelle geworden.Das Wöchentliche Bildungsangebot findet trotzdem weiterhin statt, nur eben „woanders“: Im Gemeindehaus unserer Partnergemeinde, der evangelisch-reformierten Gemeinde am Wendentorwall 20.

Am 15. Januar 2025 beginnen wir dieses Jahr mit einem lyrisch-musikalischen Nachmittag zum Thema „Gedichte der Nacht und Gedanken aus der Dunkelheit“ von 15 bis 17 Uhr. „Das breite Themenspektrum mit kompetenten Referent:innen, Musik, Kaffee und Kuchen bleiben auch in dieser Zeit unser Markenzeichen“, erklärt Werner Busch die Ausnahmesituation. „Wir danken unserer langjährigen Partnergemeinde für die Gastfreundschaft und laden interessierte Menschen aus der Stadt nun für etwa 10-12 Wochen dorthin ein“. Der Eintritt ist frei.

Christen in Thailand. Ein Vortrag

Mittwoch, 13. November 2024 von 15 bis 17 Uhr.

In Thailand begann die Geschichte des Christentums im Jahr 1769 mit der Errichtung einer portugiesischen Kirche. 1860 folgten amerikanische Missionare, die besonders im Norden des Landes sehr erfolgreich wirkten. Werner Röpke erläutert die geschichtlichen Hintergründe und beschreibt aus eigener Anschauung die gegenwärtige Lage der Christen in Thailand.
Werner Röpke (Jg. 1950) war mehrere Jahre als Dozent im Rahmen des Entwicklungsdienstes an der Universität von Chiang Mai tätig. Wieder zurück in Deutschland hat er 2016 zusammen mit seiner thailändischen Frau den Verein Mitrapap (มิตรภาพ: Freundschaft) in der Ev. Freikirche Querum gegründet, wo er sich ehrenamtlich engagiert. Er sagt von sich selbst, dass er „mit Okerwasser getauft“ ist und seine Ausbildung an der Technikerschule für Chemie absolviert hat.

Foto: Werner Röpke

Der Architekt des Islamismus

„Mittwochnachmittag an St. Katharinen“, 30. Oktober 2024 von 15 bis 17 Uhr.

Die Ursprünge des Islamismus sind Thema eines Vortrages der Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Krämer über den Gründer der Muslimbruderschaft Hasan al-Banna (1906-49), zu dem am 30.10.2024 in den Gemeindesaal der Katharinengemeinde am Braunschweiger Hagenmarkt eingeladen wird, Beginn 15 Uhr. Der ägyptische Volksschullehrer gründete 1928 die Muslimbruderschaft und prägte die anfangs mystische Frömmigkeitsgemeinschaft zu einer religiös-politischen Massenbewegung um. In ihrem Vortrag geht Krämer einer Frage nach: Wie verstand der charismatische Lehrer seinen „zeitgemäßen Islam“, den er radikal gegen Kolonialismus und Zionismus und ebenso gegen eine islamische Revolution positionierte? Musik von Iouri Kriatchko am Flügel. Kaffee und Kuchen werden gereicht. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird von der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen und der kirchlichen Personalförderung unserer Landeskirche unterstützt und von den Kirchengemeinden St. Andreas-Petri, St. Blasius, St. Magni und St. Ulrici mitverantwortet.

Foto von G. Kraemer: Marcus Bleyl, Berlin
rechts das Cover Ihres Buches

Zur Referentin:
Schon seit längerem erforscht Frau Prof. Dr. Gudrun Krämer dieses Feld und hat im Jahr 2022 eine wissenschaftliche Biographie zu Hasan al-Banna publiziert. Nach ihrer Tätigkeit als Nahostreferentin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (München, ab 1982) leitete sie von 1996-2019 das Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin, von 2007-2018 auch die in der Exzellenzinitiative eingerichtete Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und gehörte 2018-2024 dem Wissenschaftsrat an..