Christoph Blumhardt (1842-1919)

Mittwochnachmittag, 29.4.2026 im Großen Saal, 15 – 17 Uhr

Der Prediger, Pazifist und Politiker Christoph Blumhardt (1842 bis 1919) aus Württemberg steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Dr. Jörg Hübner. Als Theologe leitete Blumhardt das Kurhaus Bad Boll, ein Seelsorge-Zentrum mit europaweiter Ausstrahlung. Bad Boll war damals das „Lourdes“ im 19. Jahrhundert. 1899 wurde er Mitglied der Sozialdemokraten und erregte damit große Aufmerksamkeit in ganz Deutschland. Das Für und Wider seines politischen Engagements wurde heftig diskutiert, verstärkt dadurch, dass er als Theologe in den Landtag gewählt wurde. Als Sozialdemokrat musste er auf Weisung des Konsistoriums seinen Titel „Pfarrer“ abgeben. Im ersten Weltkrieg erklärte er entgegen der nationalen Begeisterung den Krieg als Sünde und eckte damit erneut an. Prof. Dr. Jörg Hübner stellt diese interessante Persönlichkeit auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert dar und würdigt seine Theologie der Hoffnung.

Kaffee und Kuchen werden gereicht. Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Beide Fotos: (c) Prof. Dr. Jörg Hübner

„Hier stand die Synagoge“

Gedenktafeln zur Erinnerung an zerstörte Synagogen im Wandel der Zeit

Dienstag, 21. April 2026 um 16 Uhr im Großen Saal von St. Katharinen
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die ersten Synagogen-Gedenkstätten wurden kurz nach Kriegsende errichtet, doch an nicht wenigen Orten in Deutschland begann das Gedenken an die zerstörten Synagogen erst zum 50. Jahrestag der Novemberpogrome. Die Gedenkorte waren und sind seit ihrer Einrichtung einer stetigen Entwicklung unterworfen – Texte haben sich in 80 Jahren verändert, neue „Erinnerungsebenen“ werden hinzugefügt und zuletzt wurden diese Orte auch zum Gedenken an die Opfer des 7. Oktober 2023 genutzt.

Abbildung: Mahnmal Langen/Hessen von 1946, Foto: K. Keßler, 2025

Dr.-Ing. Katrin Keßler berichtet aus einem aktuellen Forschungsprojekt, das derzeit von Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der TU Braunschweig gemeinsam mit dem Center for Jewish Art an der Hebräischen Universität Jerusalem durchgeführt wird.

Ein neues Angebot: Bibliodrama

Freitag, 10. April 2026 von 18 bis 21 Uhr im Gemeindehaus

Am Freitag, 10. April 2026, lädt unsere Gemeinde zu einem Informationstreffen für eine neue Bibliodrama-Gruppe ein.

Diplomtheologin Dr. habil. Antje Mickan hat sich u.a. im Bereich Pschodrama und Supervisorin spezialisiert und wird in dem etwa 2-stündigen Treffen Idee und Methoden von „Bibliodrama“ vorstellen, einem Ansatz für eine erfahrungsbezogene und kreative Beschäftigung mit einem Bibeltext. Interessierte sind zu einer unverbindlichen Orientierung willkommen, geplant sind monatliche Treffen. Das Angebot ist kostenfrei. Weitere Absprachen werden mit den Teilnehmenden getroffen.

Botaniker und Pfarrer: Werner Bertram

Mittwochnachmittag, 18. März 2026 von 15 bis 17 Uhr

Prof. Dr. Dietmar Brandes, Tu Braunschweig, Foto (c) privat

Im Rahmen von „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ am 18. März 2026 wird Prof. Dr. Dietmar Brandes vom Institut für Pflanzenbiologie und Botanischer Garten der TU Braunschweig einen Vortrag über den seinerzeit berühmten Botaniker und Katharinenpfarrer Werner Bertram (1835-1899) halten, Beginn um 15 Uhr. Bertram hatte seinerzeit ein Buch über die Braunschweiger Flora verfasst, das bis in die 1970er Jahre in Fachkreisen als Standardwerk galt. Brandes war u.a. Leiter der Regionalstelle der floristischen Kartierung Deutschlands, Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und ist seit 1990 Professor für Botanik. In der kirchlich und musikalisch gerahmten Veranstaltung im Gemeindesaal am Hagenmarkt werden Kaffee und Kuchen gereicht. Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Gemälde in Öl, St. Katharinen, Foto (c) Werner Busch