Vortrag über Andreas Baader und Gudrun Ensslin

4. Februar 2026 „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ von 15 – 17 Uhr

„Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ setzt seine Reise durch “Gedankengänge und Lebenswege” am 4.2.2026 mit einem Vortrag fort, den Dr. Alex Aßmann über Andreas Baader und Gudrun Ensslin halten wird, Beginn um 15 Uhr im Gemeindehaus von St. Katharinen (Hagenmarkt, Braunschweig). Als führende Mitglieder der “Roten Armee Fraktion” gehörten sie zu den Drahtziehern der Attentate und Morde im Deutschen Herbst der 1970er Jahre. Dr. Aßmann hat als Erziehungswissenschaftler an der Universität Göttingen mit Schwerpunkt u.a. in Biografik intensiv zur Pfarrerstochter Ensslin als auch zum Mitgbegründer der “RAF” Baader recherchiert und publiziert. Er wird an diesem Nachmittag aus seinem 2025 erschienen Buch “Im Gefängnis frei” vortragen. Der Vortrag wird als Video-Schalte stattfinden. Kaffee und Kuchen werden gereicht, der Eintritt in die kirchlich und musikalisch gerahmte Veranstaltung ist frei und eine Spende wird erbeten.

Die Veranstaltung wird von der EEB Niedersachsen gefördert.

(c) Buchcover vom Verlag Nautilus/Hamburg (c) Foto privat Dr. Alex Aßmann

Vortrag über Rudi Dutschke

28. Januar 2026 von 15 bis 17 Uhr im Gemeindesaal

Foto: R. Dutscke gemeinfrei (Wikipedia), U. Chaussy privat.

In der Reihe “Gedankengänge und Lebenswege” wird Ulrich Chaussy bei „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ am 28.1.2026 einen multimedialen Vortrag über Rudi Dutschke halten, Beginn der musikalisch und geistlich gerahmten Veranstaltung um 15 Uhr im Gemeindehaus am Braunschweiger Hagenmarkt. Als junger Redakteur des Bayrischen Rundfunks interviewte Chaussy den Wortführer der APO erstmals im Sommer 1979, nach dessen Tod an den Folgen eines Attentats hat er die Absicht, Dutschkes Geschichte aufzuschreiben, allein weiterverfolgt, hat Familienmitglieder und Wegbegleiter interviewt und soweit freigegeben auch Akteneinsicht genommen. Aus der inzwischen lebenslangen Beschäftigung mit dem wichtigsten Protagonisten der Studentenrevolte von 1968 ist eine Biographie in mehreren überarbeiteten Auflagen hervorgegangen. In der musikalisch und kirchlich gerahmten Veranstaltung berichtet Chaussy mit Lesepassagen sowie Bild- und Tondokumenten. Er ist insbesondere durch seine Recherchen zum Oktoberfest-Attentat von 1980 als investigativer Journalist bekannt geworden. Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei, eine Spende willkommen.

Theatralisches Trio zu „Warten auf Godot“

Freitag, 16. Januar 2026 um 17.15 Uhr: Podiumsdikussion (Gemeindesaal)
mit: Dramaturg Holger Schröder, Prof. Dr. Eckart Voigts, Werner Busch.

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Foto: (c) Joseph Ruben Heicks, mit freundlicher Genehmigung des Staatstheaters Braunschweig


Anlässlich der im Braunschweiger Staatstheater gerade laufenden Inszenierung lädt die Katharinengemeinde am Freitag, 16. Januar 2026 um 17.15 Uhr zu einer musikalisch gerahmten Podiums-Diskussion unter dem Titel „Theatralisisches Trio zu Warten auf Godot“ in den Gemeindesaal am Hagenmarkt ein. Mit der Premiere einer neuen Inszenierung des berühmten Stücks von Samuel Beckett (Regie: Matthias Rippert) hat das Braunschweiger Staatstheater im zurückliegenden Jahr noch vor dem Beginn der Adventszeit am 14.11. einen Kontrapunkt zur allgemeinen Erwartungsstimmnug dieser traditionellen (Kirchen-)Jahreszeit gesetzt. „Warten auf Godot“ zeigt die (zwischen-)menschliche Dramatik einer ins Leere gehenden, notorisch unerfüllten Erwartung und gilt als ein Kerntext des absurden Theaters. Der Dramaturg der neuen Braunschweiger Inszenierung Holger Schröder nimmt an, dass jüdische Fluchterfahrungen in Südfrankreich während des 2. Weltkrieges den politischen Hintergrund der Entstehungsgeschichte dieses Werkes bilden, sieht in dem dialogischen Werk aber auch etwas darüber Hinausgehendes, fast Zeitloses. Prof. Dr. Eckart Voigts vom Institut für Anglistik und Amerikanistik der TU Braunschweig liest das Stück als Gegenprogramm zur Konsum-, Erfolgs- und Optimierungskultur der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Becket sei es gelungen, Vergeblichkeits- und Langeweile-Erfahrungen in eine grandiose theatralische Darstellung zu bringen. Katharinenpfarrer Werner Busch greift die zahlreichen biblischen Bezüge und Anspielungen in dem Werk auf und bezweifelt den religionskritischen Charakter dieses Stücks. Die drei Teilnehmer werden sich in einem Podiumsgespräch über ihre unterschiedlichen Interpretationen austauschen. Die Veranstaltung wird musikalisch gerahmt und klingt mit Wein, Saft und Gepäck aus. Der Eintritt ist frei. Weitere Aufführungen der Inszenierung von „Warten auf Godot“ finden im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters am 16.1. sowie am 25.1. und – gewissermaßen zum Ende des Weihnachtsfestkreises – am 31.1. statt, siehe: https://staatstheater-braunschweig.de/produktion/warten-auf-godot .

Popularmusikalischer Adventsgottesdienst

Sonntag, 14. Dezember 2025 (Dritte Advent) um 10.30 Uhr

Mit popularmusikalischer Gestaltung durch Jeanette und Daniel Wilke (Gesang und Klavier) feiert die Katharinengemeinde am Sonntag, 14. Dezember 2025, einen besonderen Adventsgottesdienst in der Kirche am Braunschweiger Hagenmarkt, Beginn um 10.30 Uhr. Die Predigt hält Pfarrer Werner Busch über „Geistliche Hausapotheke zur Linderung apokalyptischer Stimmungen“. Der Eintritt ist frei, die Gemeinde lädt ein.

Wunschlieder mit Peter Stoppok

3. Advent am 14. Dezember 2025, ab 15 Uhr in der Katharinenkirche

„Alle Jahre wieder“ lädt die Katharinengemeinde am 3. Advent zusammen mit dem Braunschweiger Musiker Peter Stoppok zu einem adventlichen Wunschkonzert in die Kirche am Hagenmarkt ein. Am 14. Dezember zwischen 15 und 18 Uhr ist freier Eintritt und es besteht die Möglichkeit, spontane Lied- und Melodiewünsche zu äußern, die Stoppok  – gerne zum Mitsingen, soweit das Gedächtnis reicht – an der Orgel erklingen lässt. Eine Tasse Tee zum Aufwärmen und Plätzchen stehen bereit.