Gemeindeseminar: Paulus

Vom „Eiferer für Gott“ zum „Botschafter für die Völker“

Unter diesem Titel versuche ich, mein Arbeiten über Paulus in einem kurzen Buch zusammenzufassen. Es soll für eine interessierte nichttheologische Leserschaft verstehbar sein. Dafür brauche ich die Hilfe solcher Menschen. Deshalb dieses Gemeinde-Seminar.

Fragen werden u.a. sein: Wer war Paulus vor der Wende in seinem Leben? In welcher besonderen Tradition stand er als „Eiferer“? Was ist erkennbar, wie seine „Wende“ erfolgte? Warum versteht er sich danach als „Botschafter für die Völker“? In welche Auseinandersetzungen gerät er und wie agiert er in ihnen?

Das historisch genauere Fragen wird auch zu einer Revision der antijüdischen Paulusdeutung Luthers führen.

Klaus Wengst

Termine und Themen
An jedem Abend werden ein kleiner Imbiss und Getränke gereicht. Der Eintritt ist frei. 
Die Textgrundlage für jeden Termin wird rechtzeitig per E-Mail zugeschickt

31. August 17 – 19 Uhr

Vorklärungen
Warum man Martin Luthers Paulus-Auslegung nicht folgen darf
„Vom Saulus zum Paulus werden“ – eine Redeweise, die fehlleitet
Hier die Textgrundlage:

Mo., 14. September 17 – 19 Uhr

„Eiferer um Gott“: Paulus vor seiner Berufung

Mo., 21. September 17 – 19 Uhr

„… durch Seine Gnade berufen“: Die Wende im Leben des Paulus

Mo., 28. September 17 – 19 Uhr

 “Damit ich auf alle Weise etliche rette”: Botschafter des Messias Jesus für die Völker
Wo und wie zuerst nichtjüdische Menschen von der messianischen Botschaft erreicht wurden.
Warum aus den Völkern Hinzukommende als gleichberechtigt anerkannt wurden.

Mo., 12. Oktober 17 – 19 Uhr

“Jede und jeder soll zur eigenen Einsicht stehen.”
Auseinandersetzungen um Beschneidung und Speisevorschriften

Fr., 30. Oktober 18 – 19.30 Uhr

“Sie sind ja doch Israeliten …“.“
Was Paulus über seine nicht an Jesus als Messias glaubenden Landsleute sagt.
Dieser Abschlussabend am Vorabend des Reformationstages wird mit Musik und Empfang einen anderen Ablauf haben


In seinen zahlreichen Forschungen hat Prof. Dr. Klaus Wengst sich seiner Lebensaufgabe gewidmet, judenfeindliche Interpretationen der Bibel zu überwinden. An die Stelle einer verzerrenden, antisemitismusfördernden Auslegung hat er etwas Besseres, Angemesseneres gesetzt und damit auch dem christlich-jüdischen Dialog seit Jahrzehnten wichtige Impulse gegeben. Denn die meisten Schriften des Neuen Testaments sind jüdischen Ursprungs. Sie entfalten den Glauben an den Messias Jesus – auch für Menschen aus der Völkerwelt („Heiden”) – im jüdischen Horizont und aus jüdischen Wurzeln. Um diese immer noch ungewohnte, aber sachgerechte Betrachtungsweise „unters Volk zu bringen”, nimmt sich Klaus Wengst eines seiner wichtigsten Fachbücher noch einmal vor: „Freut euch, ihr Völker, mit Gottes Volk!“ Er plant eine allgemeinverständliche Neufassung des auf die Person des Paulus bezogenen Teils. Dafür bittet er in einem Gemeinde-Seminar um Unterstützung von Interessierten, wie vor gut einem Jahr bei der Veröffentlichung seines jüngsten Buches „Gott im Wort”.

Wir freuen uns auf unverbindliche Anmeldungen und – falls vorhanden – die Mitteilung Ihrer E-Mail-Adresse!

Vorrede zu einer wirkungsvollen Schrift

In wenigen Jahrzehnten wird er 2000 Jahre alt. Das könnte ein großes Gedenk- und Themenjahr für die Christenheit werden. Ich bin gespannt, ob es gefeiert wird, müsste dafür allerdings selber fast 90 Jahre alt werden, um es mitzuerleben. Mitte der 50er Jahre ist es soweit.

Dieses Schriftstück ist nicht irgendeines in der Bibel. Es hat an historischen Wegscheiden der Kirche mehr als einmal eine bedeutende Rolle gespielt. Gesellschaftliche und kirchliche Umbruchs-Situationen waren öfter seine große Stunde.
Um welche Schrift geht es? Lesen oder hören Sie selbst:

Fortsetzung: siehe Manuskript

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Der Römerbrief für heute

Im Reformations-Jubiläums-Jahr 2017 schenken wir in St. Katharinen dem Römerbrief besondere Aufmerksamkeit.  Dieses Schwergewicht unter den biblischen Schriften hat eine Wirkungsgeschichte wie sonst keine andere. In Umbruchs-Zeiten, als Kulturen und allgemeine Lebenssicherheiten ins Wanken kamen, such(t)en die Menschen neue Antworten auf die alten Fragen des Daseins. Dafür hat sich dieses große theologische Testament des Völkerapostels Paulus als herausfordernder Impulsgeber erwiesen. Augustinus, die Reformatoren, Karl Barth sind eindrückliche Beispiele für bewegende Auslegungen dieses Briefes.

Mit dem Blick in die Gegenwart greifen auch wir in diesem Festjahr zu 500 Jahren Reformation auf den Römerbrief zurück. Ad Fontes. Zu den Quellen. Wir laden ein, an der anspruchsvollen Denk- und Herzensarbeit teilzunehmen, ohne die dieses urchristliche Schreiben nicht aufgeschlossen werden kann. Der Ertrag wird die Mühen belohnen.

Manuskript

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