Evangelisches Hitlerbild?

Dienstag, 21. Mai 2019 um 16 Uhr Gemeindehaus an der Katharinenkirche (barrierefrei).

Vortrag und Buchvorstellung mit Pfarrer i.R. Dietrich Kuessner

„Das Hitlerbild in der Deutschen Evangelischen Kirche“

Die traditionelle Kirchengeschichtsschreibung behandelt vorrangig die Geschichte der Bekennenden Kirche (BK) und der Deutschen Christen (DC) , die jedoch eine Minderheit der evangelischen Gemeinden darstellt. Dietrich Kuessner verlässt diese Engführung BK/DC und wendet sich bisher vernachlässigten kirchlichen Bereichen zu. Hitler hat in seinem Leben viele Rollen gespielt: in Bayreuth den fürsorglichen Familienonkel, vor den Veteranen des 1. Weltkrieges den strammen Soldaten, am Tag von Potsdam den Zivilisten im Gehrock, vor dem Reichstag beim Einbringen des Ermächtigungsgesetzes den Führer in Parteiuniform. Ziemlich ungewöhnlich wirkt heutzutage die Rolle eines christlichen Staatsmannes. Dabei geht es nicht um den persönlichen Glauben Hitlers, auch nicht um seinen Lebensstil, sondern um die Instrumentalisierung christlicher Vokabeln für seine verbrecherische, verlogene Politik und vor allem: wie diese Rolle auf Männer der evangelischen Kirche und auf die Kirchengemeinden gewirkt hat.

Diese Arbeit ist für alle gedacht, die darüber staunen, dass ihre christlichen Eltern und Großeltern Mitläufer bei den Nazis waren.

 

Gottesdienste an den Festtagen

Ausschnitt aus einem Epitaph in St. Katharinen

An den kirchlichen Festtagen in der Karwoche und Ostern blickt die Kirche auf die ereignisreichen Erzählungen vom letzen Abendmahl Jesu, seinem Leiden am Kreuz bis zu den Oster-Erscheinungen des Auferstandenen vor seinen ungläubigen Jüngern. Mit hoher Erzählkunst haben urchristliche Literaten in apostolischer Tradition eine Gattung von Schriften geschaffen, in denen mindestens so viel zwischen den Zeilen steht wie auf ihnen. Kein Voyeurismus, der sich an Brutalität und Entmenschlichung einer antiken Hinrichtungsart ergötzt. Vielmehr stellen die alten Texte behutsam eine geheimnisvolle Souveränität des leidenden Jesus heraus, ohne heroische Überhöhung. Sie bewahren ein Geheimnis, in dem sich Botschaften verbergen, die andere urchristliche Schriftsteller wiederum zu entziffern versuchten. In feierlichen Gottesdiensten mit Musik lassen wir uns von den Texten inspirieren und denken diesem Geheimnis nach.

Sie sind herzlich eingeladen!

 

Gründonnerstag, 18.April 2019 um 18 Uhr
Abendmahlsgottesdienst
Musik für Violoncello (Anna Gaschler) und Klavier (Claus-Eduard Hecker) mit Werken von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Peter I. Tschaikowski.
Predigt: „In der Nacht, da er verraten ward“ (1. Korinther 11,23) – eine Rede von Werner Busch zu Gewalt und Missbrauch in der Kirche

 

Karfreitag, 19. April 2019
um 10.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst
Musik: Choräle aus der Johannespassion von J.S. Bach (Mitglieder der Kantorei und Kammerorchester an St. Katharinen unter Leitung von Claus-Eduard Hecker)
Predigt: „Frei geworden“ (Römer 6,18) Werner Busch

um 15 Uhr: Biblische Lesungen zur Sterbstunde Jesu und Musik von G.F: Händel, J.S. Bach u.a.

Ausführende:
Ulrike Hecker (Flöte)
Claus-Eduard Hecker (Orgel)
Werner Busch (Lesungen)

Der Eintritt ist frei

Ostersonntag, 21. April 2019
um 6 Uhr
Stimmungsvoller Gottesdienst zur Osternacht mit Kerzen und Kantorei „Im Dunkel unserer Nacht entzünde das Feuer, das niemals verlöscht“
Team St. Katharinen

von 8 bis 10 Uhr: Osterfrühstück im Großen Saal des Gemeindehauses. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.

um 10.30 Uhr: Festgottesdienst mit Abendmahl
Musik für Orgel (Claus Eduard Hecker) und Trompete (Philipp Euen ) mit Werken von Georg Philipp Telemann, Tomaso G. Albinoni
Predigt: „.. auch mit ihm leben …“ (Römer 6,8) W. Busch

 

Ostermontag, 22. April 2019 um 10.30 Uhr
Festgottesdienst mit Prädikantin Annette Beigel