Stadtteil

Unsere Kirchengemeinde umfasst im Wesentlichen das Gebiet rund um den Hagenmarkt und das Univiertel, nicht zu vergessen: Nordstaße und Umgebung, ein Teil der Hans-Sommer-Straße, Götting- und Zimmerstraße sowie Kasernen- und Moltkestraße.

Hier finden Sie Beiträge zur Geschichte dieses Stadtteils und zu einigen aktuellen Themen.

Weihnachtskonzert

Sonntag, 8. Dezember 2019 um 17:00 in St. Katharinen

John Rutter: Magnificat, Vic Nees: Magnificat

Nicht zum ersten Mal erklingen Magnificat-Vertonungen in einem Konzert in St. Katharinen, wohl aber John Rutters 1990 in der New Yorker Carnegie Hall mit großem Erfolg uraufgeführtes Magnificat, das von dort seinen Siegeszug in Konzertsäle und Kirchen antrat. Zusätzlich zum lateinischen Text des Magnificats vertonte Rutter ein englisches Gedicht, das Maria mit einer Rose vergleicht. Die Orchestrierung ist in der Kammerversion mit Bläsern, Streicher, Harfe und Orgel festlich strahlend, die Melodien sind sehr eingängig.

Der 1936 geborene Belgier Vic Nees arbeitete nach seinem Musikstudium zunächst beim belgischen Rundfunk und war von 1970 bis 1960 Leiter des Rundfunkchores Brüssel. Die Editionen seiner meistens vokalen Werke im In- und Ausland sowie internationale Aufträge und Auszeichnungen zeigen, dass Vic Nees auch außerhalb seines Landes Bedeutung und Anerkennung gefunden hat. Sein Magnificat ist 1981 im Auftrag des Chores Audite Nova, Antwerpen, komponiert worden. Bereits im Jahr 1998 hat die Kantorei St. Katharinen dieses textausdeutend eindrückliche Werk aufgeführt und widmet sich nun mit großer Freude einer zweiten Aufführung.

 
 
 
Kantorei und Kammerorchester an St. Katharinen
Sopran-Solistin: Miriam Meyer-Walde
Leitung: Claus-Eduard Hecker

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„Jud Süß“ Filmvorstellung mit Einführung

Der nationalsozialistische, antisemitische Propaganda-Film „Jud Süß“ (1940) von Veit Harlan ist ein „Vorbehaltsfilm“ der Murnau- Stiftung. Er darf daher nur nach Einverständnis der Stiftung mit einer qualifizierten Einführung und anschließenden Diskussion gezeigt werden. Am 4. November 2019 um 18.30 Uhr wird eine entsprechende Filmvorführung im Gemeindehaus von St. Katharinen zu sehen sein. „Wie wichtig Aufklärung und Auseinandersetzung mit dem Problem des offenem und verdecktem Antisemitismus ist, zeigt jüngst die schrecklichen Tat in Halle als auch zahlreiche Alltagserfahrungen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger“, erläutern die Initiatoren das außergewöhnliche Veranstaltungsprojekt: Miriam Hesse (Pädagogin der Gauß-Schule), Siegfried Graumann (Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) und Werner Busch (Pfarrer an St. Katharinen).

Als Referent wird der erfahrene Religions- und Medienpädagoge Michael M. Kleinschmidt in den Film einführen und die anschließende Diskussion leiten (Foto zur Verwendung als Datei angehängt; Rechteinhaber M. Kleinschmidt bitte angeben). Kleinschmidt organisiert und kuratiert seit 2001 filmpädagogische Projekte und Filmreihen, Workshops usw.

Die historische Person des jüdischen Hofmeisters Joseph Süß Oppenheimer war schon zu Lebzeiten im 18. Jahrhundert Opfer judenfeindlicher Vorurteile und Agitation geworden. Nachdem man ihn öffentlich hingerichtet hatte, lebte seine Legende bis in das 20. Jahrhundert weiter, u.a. in dem gleichnamigen Roman des jüdischen Schriftstellers Lion Feuchtwanger (1925). Eine ideologisch verzerrte und instrumentalisierte Darstellung erfuhr Oppenheimers Geschichte dann in dem Nazipropagandafilm, der antisemitische Stereotype in der perversen Form eines Unterhaltungsfilms darstellte. Dieser Film wird am 4.11. zu sehen sein. „Das Problem des Antisemitismus zu ignorieren, löst es nicht, sondern verstärkt es noch“, sind sich die Initiatoren einig. Information, Aufklärung und Diskussion seien wichtige Mittel, um dem entgegenzuwirken.

Einlass zu der gut 3-stündigen Veranstaltung mit begrenzter Platzzahl ist nur nach persönlicher, vorausgehender Anmeldung bis spätestens 4.11. um 17 Uhr möglich (katharinen.bs.buero@nulllk-bs.de oder Tel. 44 66 9 Anrufbeantworter). Der Eintritt ist frei.

Eine gleiche Veranstaltung für Lehrkräfte an Schulen sowie Referendare als auch Universitäts-Dozenten, Promovierende und Studierende findet am Dienstag, 5. November 2019 um 18.30 Uhr in den Räumen der Studierendengemeinde esg Braunschweig statt (Pockelsstraße 21 am Haupt-Campus der TU-Braunschweig). Organisation und Moderation dieser Veranstaltung: Miriam Hesse (Pädagogin Gaußschule Braunschweig) in Kooperation mit dem Studienseminar Braunschweig. Anmeldung hierfür bis 5.11. um 17 Uhr bitte an esg@nulllk-bs.de . Der Eintritt ist frei.