„Josef und seine Brüder“

Sonntag, 16.August 2026 um 10.30 Uhr – Beginn einer Gottesdienstreihe

Am Sonntag beginnen wir eine mehrteilige Gottesdienstreihe über die biblische Geschichte „Josef und seine Brüder“. Der Gottesdienst wird mitgestaltet von der Katharinen-Kantorei unter der Leitung von Christine Strubel, die Predigt hält Pfarrer Werner Busch. Weitere Termine folgen am 23.8. und 30.8. und 13.9. und zum Abschluss am 27.9. mit Oberkirchenrat i.R. Cornelius Hahn, jeweils um 10.30 Uhr.

Damit wird das mehrmonatige „Projekt Exodus“ eröffnet, das am 1. November in einem Oratorien-Konzert u.a. mit Georg Friedrich Händels „Israel in Egypt“ gipfeln wird. „Wir folgen einer großen biblischen Erzählung, die mit ihren wendungsreichen Dramen und immer nur vorläufigen Happy Ends tiefe Spuren in Philosophie, Kunst- und Literaturgeschichte hinterlassen hat und viele Anstöße zu Nachdenken über das Leben in unruhigen Zeiten bietet“, erläutert Katharinenpfarrer Werner Busch das Gesamt-Vorhaben, an dem verschiedene Kooperations- und Förderpartner mitwirken werden.

Im Anschluss an die Gottesdienste wird zum lockeren „Kirchenkaffee“ eingeladen, der Eintritt ist frei.

Darstellung der Träume Josefs im Fenster-Zyklus von Gottfried von Stockhausen (St. Katharinen in Braunschweig)

„Versuchung hinter Gittern“

24. Juni 2026 ab 17.15 Uhr im Großen Saal

Zum Abschluss der Vortragsreihe „120 Jahre Dietrich Bonhoeffer“ wird der streitbare Nürnberger Theologe Prof. Dr. Ralf Frisch über Bonhoeffers theologische Krise am Ende seines Lebens sprechen. Posthum veröffentlichte Briefe und fragmentarische Texte aus der Haft („Widerstand und Ergebung“) vor seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten zeigen, so Frisch, eine „Versuchung hinter Gittern“. Darin sieht der Nürnberger Theologe ein theologisches Denken, das sich von Gott entfremdet hatte und in Teilen des Protestantismus bis heute maßgebend geworden sei: „Bonhoeffers Glaubenskrise ist zur Glaubenskrise unserer Kirche geworden.“ Der Vortrag wird live als Videokonferenz auf eine Großleinwand übertragen. Die musikalisch und kirchlich gerahmte Veranstaltung wird von der Gemeindepflegestiftung St. Katharinen, der Evangelischen Studierendengemeinde esg Braunschweig und der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Melverode verantwortet und von der Evangelischen Erwachsenenbildung EEB Niedersachsen und der Stiftung Agathon gefördert. Ein Imbiss wird gereicht und der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Prof. Dr. Ralf Frisch, Foto (c) privat

The Queen’s Six

A-capella-Konzert am Samstag, 30 Mai 2026 um 17 Uhr in St. Katharinen

The Queen’s Six aus Windsor Castle singen im Auftrag Seiner Majestät täglich in der St. Georges Chapel und werden weltweit vom Publikum und der Fachpresse gleichermaßen mit frenetischem Applaus gefeiert. „On Her Majesty’s Secret Service“ führt musikalisch in die Welt der Geheimhaltung und des Verrats durch die Jahrhunderte. Mit Stücken aus ihrem kommenden Album und a-cappella-Musik von Spionen aus den königlichen Höfen Englands der Renaissance, bis hin zu brandneuen Arrangements von James-Bond-Songs ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Es erklingen Werke von Byrd, Tallis bis Bob Chilcott & Billie Eilish („no time to die“).

Gegründet wurde das Profi-Ensemble 2008 aus Anlass des 450. Krönungsjubiläums von Queen Elizabeth I. Sie musizieren regelmäßig für die Royal Family – sowohl bei privaten als auch staatlichen Empfängen. Erst zum Begräbnis von Prinz Philipp im April 2021 und zur Beisetzung von Queen Elisabeth II. im September 2022 waren Sie als Teil des St. Georges Chaple Choirs vor über 4 Mrd. Menschen im Fernsehen zu erleben.

Veranstalter
Hacker Musik Management
Eifelweg 6
01159 Dresden
017664945544
info@nullhmm-dresden.de

Tickets: Reservix.de, Tourist-Infos, Konzertkassen

Christoph Blumhardt (1842-1919)

Mittwochnachmittag, 29.4.2026 im Großen Saal, 15 – 17 Uhr

Der Prediger, Pazifist und Politiker Christoph Blumhardt (1842 bis 1919) aus Württemberg steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Dr. Jörg Hübner. Als Theologe leitete Blumhardt das Kurhaus Bad Boll, ein Seelsorge-Zentrum mit europaweiter Ausstrahlung. Bad Boll war damals das „Lourdes“ im 19. Jahrhundert. 1899 wurde er Mitglied der Sozialdemokraten und erregte damit große Aufmerksamkeit in ganz Deutschland. Das Für und Wider seines politischen Engagements wurde heftig diskutiert, verstärkt dadurch, dass er als Theologe in den Landtag gewählt wurde. Als Sozialdemokrat musste er auf Weisung des Konsistoriums seinen Titel „Pfarrer“ abgeben. Im ersten Weltkrieg erklärte er entgegen der nationalen Begeisterung den Krieg als Sünde und eckte damit erneut an. Prof. Dr. Jörg Hübner stellt diese interessante Persönlichkeit auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert dar und würdigt seine Theologie der Hoffnung.

Kaffee und Kuchen werden gereicht. Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Beide Fotos: (c) Prof. Dr. Jörg Hübner

„Hier stand die Synagoge“

Gedenktafeln zur Erinnerung an zerstörte Synagogen im Wandel der Zeit

Dienstag, 21. April 2026 um 16 Uhr im Großen Saal von St. Katharinen
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die ersten Synagogen-Gedenkstätten wurden kurz nach Kriegsende errichtet, doch an nicht wenigen Orten in Deutschland begann das Gedenken an die zerstörten Synagogen erst zum 50. Jahrestag der Novemberpogrome. Die Gedenkorte waren und sind seit ihrer Einrichtung einer stetigen Entwicklung unterworfen – Texte haben sich in 80 Jahren verändert, neue „Erinnerungsebenen“ werden hinzugefügt und zuletzt wurden diese Orte auch zum Gedenken an die Opfer des 7. Oktober 2023 genutzt.

Abbildung: Mahnmal Langen/Hessen von 1946, Foto: K. Keßler, 2025

Dr.-Ing. Katrin Keßler berichtet aus einem aktuellen Forschungsprojekt, das derzeit von Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der TU Braunschweig gemeinsam mit dem Center for Jewish Art an der Hebräischen Universität Jerusalem durchgeführt wird.