In einer offenen Probe der Kantorei St. Katharinen wird am Montag, 21. September 2026, ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus am Braunschweiger Hagenmarkt eine Werkseinführung zum Oratorium „Israel in Ägypten“ von Georg Friedrich Händel zu erleben sein. Die Hallenser Musikwissenschaftlerin der Universität Halle-Wittenberg Dr. Annette Landgraf, zugleich Wissenschaftliche Sekretärin der Händel-Gesellschaft, wird anhand von Hörbeispielen und in Zusammenarbeit mit der Katharinen-Kantorei in das Werk einführen. Während der viktorianischen Epoche Großbritanniens als früh industrialisierter Kolonialmacht wurden Händels Oratorien als monumentale Massenevents aufgeführt, bei denen „Israel in Ägypten“ zeitweise als das bedeutendste und beliebteste Oratorium galt, noch vor dem „Messias“ desselben Komponisten. Inzwischen ist das Werk selten zu hören, demnächst am 1.11.2026 um 17 Uhr in der Katharinenkirche (Vorverkauf bei www.ticketino.de).
Vom „Eiferer für Gott“ zum „Botschafter für die Völker“
Unter diesem Titel versuche ich, mein Arbeiten über Paulus in einem kurzen Buch zusammenzufassen. Es soll für eine interessierte nichttheologische Leserschaft verstehbar sein. Dafür brauche ich die Hilfe solcher Menschen. Deshalb dieses Gemeinde-Seminar.
Fragen werden u.a. sein: Wer war Paulus vor der Wende in seinem Leben? In welcher besonderen Tradition stand er als „Eiferer“? Was ist erkennbar, wie seine „Wende“ erfolgte? Warum versteht er sich danach als „Botschafter für die Völker“? In welche Auseinandersetzungen gerät er und wie agiert er in ihnen?
Das historisch genauere Fragen wird auch zu einer Revision der antijüdischen Paulusdeutung Luthers führen.
Klaus Wengst
Termine und Themen An jedem Abend werden ein kleiner Imbiss und Getränke gereicht. Der Eintritt ist frei. Die Textgrundlage für jeden Termin wird rechtzeitig per E-Mail zugeschickt
Vorklärungen Warum man Martin Luthers Paulus-Auslegung nicht folgen darf „Vom Saulus zum Paulus werden“ – eine Redeweise, die fehlleitet Hier die Textgrundlage:
„… durch Seine Gnade berufen“: Die Wende im Leben des Paulus
Mo., 28. September 17 – 19 Uhr
“Damit ich auf alle Weise etliche rette”: Botschafter des Messias Jesus für die Völker Wo und wie zuerst nichtjüdische Menschen von der messianischen Botschaft erreicht wurden. Warum aus den Völkern Hinzukommende als gleichberechtigt anerkannt wurden.
Mo., 12. Oktober 17 – 19 Uhr
“Jede und jeder soll zur eigenen Einsicht stehen.” Auseinandersetzungen um Beschneidung und Speisevorschriften
Fr., 30. Oktober 18 – 19.30 Uhr
“Sie sind ja doch Israeliten …“.“ Was Paulus über seine nicht an Jesus als Messias glaubenden Landsleute sagt. Dieser Abschlussabend am Vorabend des Reformationstages wird mit Musik und Empfang einen anderen Ablauf haben
In seinen zahlreichen Forschungen hat Prof. Dr. Klaus Wengst sich seiner Lebensaufgabe gewidmet, judenfeindliche Interpretationen der Bibel zu überwinden. An die Stelle einer verzerrenden, antisemitismusfördernden Auslegung hat er etwas Besseres, Angemesseneres gesetzt und damit auch dem christlich-jüdischen Dialog seit Jahrzehnten wichtige Impulse gegeben. Denn die meisten Schriften des Neuen Testaments sind jüdischen Ursprungs. Sie entfalten den Glauben an den Messias Jesus – auch für Menschen aus der Völkerwelt („Heiden”) – im jüdischen Horizont und aus jüdischen Wurzeln. Um diese immer noch ungewohnte, aber sachgerechte Betrachtungsweise „unters Volk zu bringen”, nimmt sich Klaus Wengst eines seiner wichtigsten Fachbücher noch einmal vor: „Freut euch, ihr Völker, mit Gottes Volk!“ Er plant eine allgemeinverständliche Neufassung des auf die Person des Paulus bezogenen Teils. Dafür bittet er in einem Gemeinde-Seminar um Unterstützung von Interessierten, wie vor gut einem Jahr bei der Veröffentlichung seines jüngsten Buches „Gott im Wort”.
Wir freuen uns auf unverbindliche Anmeldungen und – falls vorhanden – die Mitteilung Ihrer E-Mail-Adresse!
Sonntag, 16.August 2026 um 10.30 Uhr – Beginn einer Gottesdienstreihe
Am Sonntag beginnen wir eine mehrteilige Gottesdienstreihe über die biblische Geschichte „Josef und seine Brüder“. Der Gottesdienst wird mitgestaltet von der Katharinen-Kantorei unter der Leitung von Christine Strubel, die Predigt hält Pfarrer Werner Busch.
Weitere Termine, jeweils um 10.30 Uhr: 23.8. 30.8. „pianon plus“ (popularmusikalische Musik mit Jeanette und Daniel Wilke) 13.9. 27.9. mit Oberkirchenrat i.R. Cornelius Hahn
Damit wird das mehrmonatige „Projekt Exodus“ eröffnet, das am 1. November in einem Oratorien-Konzert u.a. mit Georg Friedrich Händels „Israel in Egypt“ gipfeln wird. „Wir folgen einer großen biblischen Erzählung, die mit ihren wendungsreichen Dramen und immer nur vorläufigen Happy Ends tiefe Spuren in Philosophie, Kunst- und Literaturgeschichte hinterlassen hat und viele Anstöße zu Nachdenken über das Leben in unruhigen Zeiten bietet“, erläutert Katharinenpfarrer Werner Busch das Gesamt-Vorhaben, an dem verschiedene Kooperations- und Förderpartner mitwirken werden.
Im Anschluss an die Gottesdienste wird zum lockeren „Kirchenkaffee“ eingeladen, der Eintritt ist frei.
Darstellung der Träume Josefs im Fenster-Zyklus von Gottfried von Stockhausen (St. Katharinen in Braunschweig)
Am Mittwoch, den 1. Juli, findet um 21 Uhr in der Katharinenkirche am Hagenmarkt das Auftaktkonzert der beliebten Reihe „Sommerorgel“ statt. Propsteikantor Hanno Schiefner stellt sein 45minütiges Programm unter das Motto „Very British“. Neben Edward Elgars berühmtem „Land of Hope and Glory“ werden unter anderem einige Highlights aus Filmmusik und Musicals erklingen, von „Phantom der Oper“ bis „Skyfall“. Der Eintritt ist frei. Weitere Konzerte: 8.7. um 21 Uhr in St. Johannis (Leonhardstraße) mit Iouri Kriatchko, 15.7. um 21 Uhr in der Klosterkirche Riddagshausen mit Landeskirchenmusikdirektor Torsten Göbel, 22.7. um 21 Uhr in St. Andreas (Wollmarkt) mit David Schollmeyer, 29.7. um 21 Uhr in der Domkirche St. Blasii mit Witold Dulski, 5.8. um 21 Uhr in der Emmauskirche (Weststadt, Muldenweg) mit Matthias Wengler, 12.8. um 21 Uhr in St. Magni (Ölschlägern) mit Hans-Dieter Meyer-Moortgatt und am 19.8. um 21 Uhr in St. Aegiedien (Aegidienmarkt) mit Lukas Lattau. Der Eintritt ist jeweils frei, eine Spende wird erbeten.
Zum Abschluss der Vortragsreihe „120 Jahre Dietrich Bonhoeffer“ wird der streitbare Nürnberger Theologe Prof. Dr. Ralf Frisch über Bonhoeffers theologische Krise am Ende seines Lebens sprechen. Posthum veröffentlichte Briefe und fragmentarische Texte aus der Haft („Widerstand und Ergebung“) vor seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten zeigen, so Frisch, eine „Versuchung hinter Gittern“. Darin sieht der Nürnberger Theologe ein theologisches Denken, das sich von Gott entfremdet hatte und in Teilen des Protestantismus bis heute maßgebend geworden sei: „Bonhoeffers Glaubenskrise ist zur Glaubenskrise unserer Kirche geworden.“ Der Vortrag wird live als Videokonferenz auf eine Großleinwand übertragen. Die musikalisch und kirchlich gerahmte Veranstaltung wird von der Gemeindepflegestiftung St. Katharinen, der Evangelischen Studierendengemeinde esg Braunschweig und der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Melverode verantwortet und von der Evangelischen Erwachsenenbildung EEB Niedersachsen und der Stiftung Agathon gefördert. Ein Imbiss wird gereicht und der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.
Sie haben Kenntnisse im Posaunen- oder Trompetenspiel und haben Interesse, bei uns einzusteigen? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Gemeindebüro St. Katharinen, 0531 44 66 9, katharinen.bs.buero@lk-bs.de
Lehr-Abend mit Rabbiner Dr. Walter Rothschild (Berlin) (im Rahmen von „Projekt Exodus“ der Kirchengemeinde St. Katharinen) Yosef der Ägypter. Befreit und gefordert. Wie Yosef auf dem Höhepunkt seiner Karriere seine Herkunftsfamilie wiederentdeckt, mit dem Tod seines Vaters umgeht und seine …
Sie haben Kenntnisse im Posaunen- oder Trompetenspiel und haben Interesse, bei uns einzusteigen? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Gemeindebüro St. Katharinen, 0531 44 66 9, katharinen.bs.buero@lk-bs.de
Israel in Ägypten Oratorium von Georg Friedrich Händel Kantorei St. Katharinen, Solisten und Orchester unter der Leitung von Christine Strubel nähere Informationen folgen Kartenverkauf über tiketino, Musikalien-Bartels, Braunschweig, Abendkasse