„Hier stand die Synagoge“

Gedenktafeln zur Erinnerung an zerstörte Synagogen im Wandel der Zeit

Dienstag, 21. April 2026 um 16 Uhr im Großen Saal von St. Katharinen
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die ersten Synagogen-Gedenkstätten wurden kurz nach Kriegsende errichtet, doch an nicht wenigen Orten in Deutschland begann das Gedenken an die zerstörten Synagogen erst zum 50. Jahrestag der Novemberpogrome. Die Gedenkorte waren und sind seit ihrer Einrichtung einer stetigen Entwicklung unterworfen – Texte haben sich in 80 Jahren verändert, neue „Erinnerungsebenen“ werden hinzugefügt und zuletzt wurden diese Orte auch zum Gedenken an die Opfer des 7. Oktober 2023 genutzt.

Abbildung: Mahnmal Langen/Hessen von 1946, Foto: K. Keßler, 2025

Dr.-Ing. Katrin Keßler berichtet aus einem aktuellen Forschungsprojekt, das derzeit von Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der TU Braunschweig gemeinsam mit dem Center for Jewish Art an der Hebräischen Universität Jerusalem durchgeführt wird.

Ein neues Angebot: Bibliodrama

Freitag, 10. April 2026 von 18 bis 21 Uhr im Gemeindehaus

Am Freitag, 10. April 2026, lädt unsere Gemeinde zu einem Informationstreffen für eine neue Bibliodrama-Gruppe ein.

Diplomtheologin Dr. habil. Antje Mickan hat sich u.a. im Bereich Pschodrama und Supervisorin spezialisiert und wird in dem etwa 2-stündigen Treffen Idee und Methoden von „Bibliodrama“ vorstellen, einem Ansatz für eine erfahrungsbezogene und kreative Beschäftigung mit einem Bibeltext. Interessierte sind zu einer unverbindlichen Orientierung willkommen, geplant sind monatliche Treffen. Das Angebot ist kostenfrei. Weitere Absprachen werden mit den Teilnehmenden getroffen.

Bodo Kampmann – gekommen um zu bleiben.

8. April 2026 von 15 bis 17 Uhr: Mittwochnachmittag an St. Katharinen

Im Rahmen von „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ wird die Kolumnistin und Autorin Bärbel Mäkeler am 8. April 2026 im Gemeindesaal am Hagenmarkt aus ihrem neuen Buch über den Künstler Bodo Kampmann (1913-1978) lesen, ergänzt mit einer Bilderschau und Berichten aus persönlichen Begegnungen. Die musikalisch und kirchlich gerahmte Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Kampmann, seit 1954 in Braunschweig, dozierte an der Werkkunstschule, war später Professor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und prägte das Stadtbild Braunschweig mit der bekannten Justitia-Statue am Gebäude des Landgerichtes, die er auf Anregen des Staatsanwaltes Fritz Bauer schuf, sowie mit dem Rufer auf der Magnikirche und dem Hahn auf der Petrikirche. Kaffee und Kuchen werden gereicht. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

  • Bodo Kampmann © Familienarchiv Kampmann
  • Bärbel Mäkeler © Martin Brandes

Botaniker und Pfarrer: Werner Bertram

Mittwochnachmittag, 18. März 2026 von 15 bis 17 Uhr

Prof. Dr. Dietmar Brandes, Tu Braunschweig, Foto (c) privat

Im Rahmen von „Mittwochnachmittag an St. Katharinen“ am 18. März 2026 wird Prof. Dr. Dietmar Brandes vom Institut für Pflanzenbiologie und Botanischer Garten der TU Braunschweig einen Vortrag über den seinerzeit berühmten Botaniker und Katharinenpfarrer Werner Bertram (1835-1899) halten, Beginn um 15 Uhr. Bertram hatte seinerzeit ein Buch über die Braunschweiger Flora verfasst, das bis in die 1970er Jahre in Fachkreisen als Standardwerk galt. Brandes war u.a. Leiter der Regionalstelle der floristischen Kartierung Deutschlands, Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und ist seit 1990 Professor für Botanik. In der kirchlich und musikalisch gerahmten Veranstaltung im Gemeindesaal am Hagenmarkt werden Kaffee und Kuchen gereicht. Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Gemälde in Öl, St. Katharinen, Foto (c) Werner Busch

120 Jahre Dietrich Bonhoeffer

Eine Veranstaltungsreihe der Gemeindepflegestiftung St. Katharinen, mit Kooperationspartnern

Als jemand, der für seine Überzeugungen mit dem Leben eintrat, ist Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) seit inzwischen 8 Jahrzehnten für viele Menschen zur Inspiration und zum Vorbild geworden. Aktuell und Generationen übergreifend wie seine Wirkung will auch diese Veranstaltungsreihe sein. Neuere Vereinnahmungen Bonhoeffers von rechtsextremistischen Kreisen mahnen, zugleich prüfend hinzuschauen. Anlässlich des 120. Geburtsjahres Bonhoeffers richtet sich diese Reihe an Menschen unterschiedlichen Alters und greift drängende Fragestellungen unserer Zeit auf. Auch die Referierenden gehören unterschiedlichen Forschergenerationen an und haben i.d.R. erst vor kurzem über den berühmten Theologen publiziert. Im Zentrum der jeweils gut 2-stündigen Veranstaltungen steht ein ausführlicher Vortrag mit der Möglichkeit für Nachfragen und Austausch. 

Den Abschluss bildet jeweils eine Besinnung mit Texten und Gebeten von Dietrich Bonhoeffer. Zwischendurch wird ein kleiner Imbiss gereicht. Erstmals tritt hiermit die Gemeindepflegestiftung St. Katharinen als Veranstalterin auf und initiiert diese besondere Reihe als Kooperation zwischen Studierendengemeinde (esg) und Kirchengemeinde, gefördert durch die Evangelische Erwachsenenbildung und die Stiftung Agathon. Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen.

Folgende Termine sind geplant. Nähere Ankündigungen folgen.

Mi., 27. Mai um 17 Uhr
Black Lives matter. Bonhoeffer in New York (1930-31).
Hellmut Schlingensiepen

Mi., 3. Juni um 17 Uhr
Stationen einer mystischen Biographie.
Prof. Dr. Peter Zimmerling

Mi., 10. Juni um 17 Uhr
Deep Fake und „Die Wahrheit sagen“.
Prof. Dr. Florian Höhne

Di., 16. Juni um 16 Uhr
Schreien! Bonhoeffer und die Juden.
Dr. Jutta Koslowski
[Im Rahmen der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost. Anderer Ablauf.]

Mi., 17. Juni um 17 Uhr
[Noch in Planung]

24. Juni um 17 Uhr?
Versuchung hinter Gittern. Bonhoeffers theologische Krise.
Prof. Dr. Ralf Frisch