Vorrede zu einer wirkungsvollen Schrift

In wenigen Jahrzehnten wird er 2000 Jahre alt. Das könnte ein großes Gedenk- und Themenjahr für die Christenheit werden. Ich bin gespannt, ob es gefeiert wird, müsste dafür allerdings selber fast 90 Jahre alt werden, um es mitzuerleben. Mitte der 50er Jahre ist es soweit.

Dieses Schriftstück ist nicht irgendeines in der Bibel. Es hat an historischen Wegscheiden der Kirche mehr als einmal eine bedeutende Rolle gespielt. Gesellschaftliche und kirchliche Umbruchs-Situationen waren öfter seine große Stunde.
Um welche Schrift geht es? Lesen oder hören Sie selbst:

Fortsetzung: siehe Manuskript

Zm Nachhören der gesamten Vorrede links den Pfeil anklicken. Abspielung beginnt mit einigen Sekunden Verzögerung.

Martin Luther und das Judentum – Ausstellung

Vom 13. April bis 22. Mai bei uns.

Die besonderen Gottesdienste der Kar- und Ostertage in der Braunschweiger St. Katharinenkirche beginnen am Gründonnerstag mit einem besonderen thematischen Bezug zum Reformationsjubiläums-Jahr 2017. Vom 13. April bis zum 18. Mai wird die Wanderausstellung „Martin Luther und das Judentum“ in der Kirche am Hagenmarkt zu besichtigen sein.

Die starke Konzentration auf die Person Martin Luthers beherrschte schon vor 2017 weitgehend die öffentlichen Debatten und Marketingaktionen zu diesem 500. Jubiläum,

erklärt Katharinenpfarrer Werner Busch einen der Gründe dafür, warum die Ausstellung in diesem Jahr gezeigt werde. Die kirchlichen und staatlichen Jubiläumsverantwortlichen haben mit der Mittelpunktstellung Luthers eine Entscheidung getroffen, die auch zur Bearbeitung der problematischen Seiten des Wittenberger Reformators herausfordere. Dazu gehöre zweifellos, so der Katharinenpfarrer, eine ausgeprägte Judenfeindlichkeit, wie sie vor allem in Luthers später Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ (1543) zum Ausdruck kommt.

Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, sich über bloße Zitatfetzen und Schlagworte hinaus eingehend zu informieren und ein begründetes Urteil über Martin Luthers Verhältnis zu den Juden zu bilden.

Auch jüngere Entwicklungen und die Gegenwart sind im Blick. Es sei bekannt, so Busch, dass die Evangelische Kirche einen langen und bewegten Prozess der Aufarbeitung dieses Themas hinter sich habe und noch immer daran arbeite. Das oberste Kirchenparlament (Synode) der Evangelischen Kirche hat im November 2015 eine Kundgebung zu „Martin Luther und die Juden – Notwendige Erinnerung zum Reformationsjubiläum“ beschlossen, in der u.a. erklärt wurde:

Luthers Schmähungen gegen Juden stehen im Widerspruch zum Glauben an den einen Gott, der sich in dem Juden Jesus offenbart hat.

Diesem u.a. Beschlüssen der EKD gingen seit 1945 viele Jahre gemeinsamer theologischer Diskussionen zwischen Christen und Juden voraus. Dafür steht als Kooperationspartner die „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“, die mit der Katharinengemeinde zu dieser Ausstellung einlädt. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann werktags von 9 bis 15 Uhr, sonntags nach dem Gottesdienst und zu anderen Zeiten auf Anfrage besichtigt werden. Zwei Vortragsveranstaltungen im Ausstellungszeitraum sind in Planung und werden auf diesem Wege bekannt gegeben. Ausstellungskatalog und andere Schriften zum Thema können preiswert erworben werden.

Der Gottesdienst am Gründonnerstag, 13. April 2017 mit Abendmahl beginnt um 18 Uhr in St. Katharinen in Braunschweig (Hagenmarkt).

Musik von Heinrich Schütz: aus den „Kleinen geistlichen Konzerten von 1636/1639 mit Dorothea Spielmann-Meyns  (Sopran), Monika Hischer-Buhrmester (Sopran), Anna Gaschler (Violoncello) und Wolfgang Bretschneider (Leitung). Die Predigt hält Pfarrer Werner Busch.

Brief an die Theologenzunft …

… zum bevorstehenden Reformationsjubiläum

Wo bleiben Sie, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Systematischen Theologie? Werden Sie das Reformationsjubiläum mit Schweigen übergehen? Verzeihung, wenn ich so ohne Umweg und auch ganz ohne Blumenstrauß in der Hand mit der Tür ins Haus falle. Aber die Zeit drängt. weiterlesen

LutherFasten 2017

Teil 1Reformations_Logo 1

Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zum Eröffnungsabend des Reformationsjubiläums, das auch wir in St. Katharinen nun festlich zu feiern beginnen. „Nun danket alle Gott …“ Wir lehnen uns heute an eine Gewohnheit der EKD an und machen den 31. Oktober zum vorgezogenen Auftaktdatum für das nächste Jahr. „Wort und Musik zum Reformationstag“ ist bei uns schon eine etwas längere Gewohnheit. Dieses Mal ist unser festliches Format nun also auf den besonderen Anlass ausgerichtet, der im Kalender vor der Tür steht: 2017.

In diesem ersten weiterlesen

Reformationsjubiläen damals und heute

dav„… von Kopf bis Fuß …“ In der Evangelischen Kirche, in zahlreichen Medien und Buchhandlungen sowie in wachsenden Teilen der Gesellschaft gehen die Zeichen zunehmend auf das Reformations-Jubiläumsjahr 2017 hin. Auch in der Braunschweiger Region bereiten viele Akteure Ausstellungen, Veranstaltungen und Aktionen vor, um 500 Jahre nach der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers über die Reformation zu informieren. Man will Interesse wecken für „ein Ereignis von Weltformat“, dessen Folgen bis in unsere Gegenwart reichen.

Wie hat man die Jahrhundertfeiern und besondere Luthergedenkjahre in zurückliegenden Zeiten begangen? Am weiterlesen